Sonntag, April 14, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusGewohnheiten und Anhaftungen

Gewohnheiten und Anhaftungen

Irgendwie sind Gewohnheiten und Anhaftungen verbunden, sie treten auch gemeinsam auf.

Gewohnheiten sind uns Menschen sehr nützlich, da die Dinge, die wir aus Gewohnheit machen, dem Gehirn nicht mehr „zur Last“ fallen. Gewohnheiten haben wir über Jahre und Jahrzehnte entwickelt, uns gewisse Verhaltensmuster zurechtgelegt, die wir in passenden Momenten wiederholen, so unsere „Gedanken“ auf andere Themen richten können, die Kapazität so für neue Themen eben freihalten, die JETZT wichtig sind (oder wir denken, dass sie wichtig sind).

Wenn wir die ganze Zeit über jeden Schritt und jede Handbewegung nachdenken würden, dann wäre für aktuelle Entscheidungen keine (oder nur wenig) Kapazität frei, wir könnten uns kaum neuem widmen, uns nicht verbessern, nicht weiter entwickeln.

Andererseits sind Gewohnheiten manchmal nachteilig, da die Spontanität und die Lebenslust oft eingedämmt werden. Aber es gibt einen Mittelweg, zwischen der Routine und der Freiheit der Entscheidung. Buddha mahnte an, immer wieder neu zu bewerten, aber eben keine Wertung in Fels zu meißeln, keine vorgefertigten Urteile (Vorurteile) zu kultivieren.

Wer keine gesunde Balance zwischen seinen Gewohnheiten und seiner Entscheidungsfreiheit halten kann, der wird ewig dem Geld, der Gesundheit, der Liebe, der Geborgenheit, den alltäglichen Dingen des Lebens hinterherlaufen.

Wer sich aber mit vernünftigen Gewohnheiten auch Ruhe und Frieden in sein Leben holt, der wird sich auch weiterhin entwickeln können.

Voraussetzung aber ist, sich über die Gewohnheiten auch Gedanken zu machen, sich wirklich mit diesen angewöhnten Handlungen zu beschäftigen, ihnen auf den Grund zu gehen. Warum mache ich dies (oder jenes) so und so, warum nicht anders? Gibt es andere Möglichkeiten? Kann ich mich (vielleicht) verbessern?

Mit den Anhaftungen ist es ähnlich, wenn wir einmal an etwas (oder jemand) anhaften, dann wird dies schnell (auch) zur Gewohnheit. So leben wir etwa in Partnerschaften, und obwohl wir wissen, dass eine Partnerschaft gescheitert ist leben wir weiter als wäre nichts geschehen. Wir haben durch die ursprüngliche Liebe (Anhaftung) eine Gewohnheit entwickelt. Egal wie sehr wir aus der Partnerschaft flüchten möchten, es ist eine Gewohnheit entstanden, die wir nicht „missen“ wollen, egal wie vertrackt die Situation auch immer sein mag, es ist kompliziert.

Anhaftungen und Gewohnheiten sind sich unglaublich ähnlich, die Grenze zwischen den beiden Emotionen ist fliessend, weshalb Buddha auch die Gewohnheiten nicht ohne Beachtung lassen würde, er wies seine Anhänger ja an hinter die Kulissen zu blicken.

Also: Warum machen wir dies (oder jenes) so oder so, und eben nicht anders?

Denken Sie darüber nach. Der Weg ist wie immer das Ziel!

Wenn Ansichten zur Gewohnheit geworden sind können sie zu Fesseln werden

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Gewohnheit wird durch Gewohnheit überwunden

Thomas von Kempen – Augustinermönch und Mystiker – 1380 bis 1471

Der Charakter ist eine psychische Gewohnheit, eine Gewohnheit der Seele

Johann Wolfgang von Goethe – Deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker – 1749 bis 1832

Eine lange böse Gewohnheit überwindet man durch eine gute Gewohnheit

Johann Arndt – Deutscher Theologe – 1555 bis 1621

Die Gewohnheit herrscht

Deutsches Sprichwort – 

Nicht von der Gewohnheit abhängen

Bettina von Arnim – Deutsche Schriftstellerin – 1785 bis 1859

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