Donnerstag, Mai 19, 2022

Der Lottogewinn

Stellen Sie sich einmal vor, dass ein Freund von Ihnen den Jackpot im Lotto gewonnen hätte, ohne davon zu wissen, etwa, weil der Schein nicht mehr zu finden ist, oder er schlicht darauf vergessen hat.

Nun wäre Ihr Freund also Millionär, ohne auch nur die geringste Ahnung vom Vorgang zu haben, ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, er müßte also nichts überlegen, niemandem davon berichten, es ebenfalls nicht verschweigen, NICHTS würde sich für Ihren Freund ändern, jedenfalls nicht solange er nichts davon weiß.

Ganz anders verhält sich die Angelegenheit, wenn Ihr Freund vom Gewinn weiß, jetzt stellen sich hunderte Überlegungen an, der Gedankenpalast kommt so richtig in Fahrt, was ist zu tun, wen zu fragen, wird denn das Leben als Millionär noch dasselbe sein? Fragen über Fragen, die aus dem Freund ganz plötzlich herausbrechen, alles muss geordnet werden, sich in Kontrolle bringen lassen.

Oder etwa nicht?

Vergleichen wir die beiden hypothetischen Zustände des besagten Freundes. Der einzige Unterschied ist der, dass er im ersten Fall nichts weiß, im zweiten aber schon. Nur seine Gefühlslage hat sich für ihn komplett geändert, er ist ja sonst noch immer der gleiche Kerl, äußerlich auf jeden Fall, innerlich ist es eine andere Situation.

Ein Buddhist würde (theoretisch) im Falle eines Lottogewinns sich verhalten wie im ersten Szenario, er würde sich nicht verändern, nur weil er (etwas) gewonnen hat, sondern er wäre der Mensch, der er auch vorher war.

Wenn Sie so darüber nachdenken, einmal angenommen Sie wären der Freund, setzen Sie sich in seine Lage. Stellen Sie sich vor, dass Sie der große Gewinner wären, nur wüssten Sie es noch nicht. Jetzt strahlt eine gewisse Sicherheit durch Sie, denn finanzieller Wohlstand bringt Unabhängigkeit, die alltäglichen Sorgen werden kleiner. Nun durchdenken Sie das Szenario, jetzt aber „wissen“ Sie vom Gewinn.

Diese Dualität der Ereignisse ist auch die richtige Denkweise für alle Lebenslange. Liebt sie mich, oder aber nicht? Macht das wirklich einen Unterschied? Wichtig sind doch Ihre Gefühle, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.

Wenn Sie lieben, wenn Sie sich als Gewinner fühlen, völlig egal ob Sie gewonnen haben, dann folgen Sie dem Buddha auf seinem Pfad.

Wichtig ist nicht wie die Dinge sind, sondern wie Ihre Einstellung dazu geartet ist, wie Sie die Angelegenheiten betrachten, das macht dann in der Folge Ihre Emotionen aus.

Jeder neue Tag ist ein echter Lottogewinn, der große Jackpot ist Ihre innere Einstellung, sonst nichts.

Der Weg ist das Ziel!

 

Bekämpfe den Haß durch Nichthassen, durch Güte den Bösen, gewinne durch deine Opfer den Geizigen und durch deine Wahrheitliebe den Lügner

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Wie glücklich würde sich der Affe schätzen, könnt er nur auch ins Lotto setzen

Johann Wolfgang von Goethe – Deutscher Dichter, Dramatiker, Naturforscher und Politiker – 1749 bis 1832

In einer Schlacht zahlt immer der Gewinner den Preis

Napoleon I. Bonaparte – Französischer Feldherr und Politiker, Kaiser der Franzosen1769 bis 1821

Lotterien und Lotto sind die späte Bestrafung der Leute, die während ihrer Schulzeit in Mathematik nicht aufgepasst haben

Willy Meurer – Deutsch-kanadischer Kaufmann – 1934 bis 2018

Bruder, ich habe die Menschen gesehen, ihre Bienensorgen und ihre Riesenprojekte – ihre Götterpläne und ihre Mäusegeschäfte, das wunderseltsame Wettrennen nach Glückseligkeit; – dieser dem Schwung des Rosses anvertraut – ein anderer der Nase seines Esels, ein dritter seinen eigenen Beinen; dieses bunte Lotto des Lebens, worin so mancher seine Unschuld und seinen Himmel setzt, einen Treffer zu haschen und – Nullen sind der Auszug – am Ende war kein Treffer darin. Es ist ein Schauspiel, das Tränen in deine Augen lockt, wenn es dein Zwerchfell zum Gelächter kitzelt

Friedrich von Schiller (Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller) – Deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker – 1759 bis 1805

Die Weltmeister der Ejakulationsforschung sitzen nicht in Österreich sondern im englischen Manchester. Baker und Bellis haben das Buch „Human Sperm Competition“, Krieg der Spermien, vorgelegt. „Baby Wars“ und „Future Sex“ sind die deutsche Laien-Ausklinkungen. Damit wir keine Mikroskope brauchen vergrößern wir die ganze Empfängnissituation, sodaß die Spermien Erbsengröße kriegen, so wie Kaulquappen mit einem kleinen Schweif. Stellen Sie sich allein die Startposition vor: 500 Millionen Spermien sind am Start! Färben Sie sich eines rot ein. Denn wenn Sie nur kurz wegschauen, finden Sie sich sonst nicht mehr. Niemand hätte vorher auf Sie gewettet; niemand hätte gesagt: „Auf dich wett ich, du wirst es machen“. Ein Lotto-Sechser ist leicht gegen diese Übung. Und unser Job war tough, wir mußten über eine fünfspurige Autobahn, übertunnelt, alles maßstabsgetreu. Da mußten wir als Erbse einen Tennisball finden in dreißig Kilometer Entfernung. Dreißig Kilometer, das ist Dover – Calais. Aber nicht im Tunnel spazierengehen, sondern schwimmen! Eine Erbse schwimmt 30 Kilometer und sucht drüben einen Tennisball im Finstern, gegen hundertmillionenfache Konkurrenz! Jede Frau hat auf diesen 30 Kilometern ein paar hundert Millionen männliche Spermien dem Verderb preisgegeben und in die Schleimhaut beißen lassen – potenzielle Olympiasieger, Nobelpreisträger, alle weg, wir haben gewonnen. Wir sind die Mega-Sieger der Evolution!

Bernhard Ludwig – Österreichischer Kabarettist – geboren 1948

 

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