Donnerstag, Mai 19, 2022
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Der spirituelle Führer Teil 2

Hier lesen Sie den ersten Teil über die „spirituellen Führer“ click

Wie erkennt man einen guten spirituellen Lehrer, das ist schließlich nicht ganz einfach.

Ich für meinen Teil sehe den Buddha als einen der größten spirituellen Lehrer der Menschheitsgeschichte, dessen Philosophie mich sehr geprägt und beeindruckt hat. Nun leben wir aber in einer verwirrenden und auch verängstigenden Zeit, so dass viele Menschen Trost und Zuspruch im Hier und im Jetzt benötigen.

Worauf sollte man achten wenn man einen spirituellen Lehrer sucht? Was tun, wenn die ständigen Probleme wenigstens zeitweise übermächtig erscheinen, wenn sich der Mensch alleine fühlt? Oder aber, wenn man die Worte Buddhas einfach und klar erklärt haben möchte?

Selbst die großen Lehrer wie etwa Buddha oder Jesus waren ganz normale Menschen, so wie etwa Sie und ich. Was letztendlich den Unterschied zwischen einem großen Lehrer und einer normalen Person ausmacht ist die Tatsache, dass der spirituelle Führer den Weg der Spiritualität auch konsequent zu Ende gegangen ist, nicht aufgegeben hat, sein Leben in den Dienst der anderen gestellt hat. Zwar suchte auch der spirituelle Führer am Anfang seines Weges die Befreiung aus dem menschlichen Leid, musste dafür sein Hab und Gut zurücklassen, seine Familie verlassen, den weltlichen Dingen entsagen, sich selbst auf die Suche begeben, verschiedene Meinungen hören, unzählige Lehrer prüfen.

Im Falle von Buddha kam dann die Erleuchtung über ihn, als er damit gar nicht mehr rechnete, bereits alles aufgegeben hatte. Diese Erleuchtung fasste der Lehrer aller Lehrer in seiner Weltanschauung zusammen, die wir heute Buddhismus nennen. Eine seiner Kernaussagen war, dass ein jeder Mensch seine Buddha Natur finden kann, durch die Überwindung von Leiden dann völlige innere Freiheit erreicht.

Um die Lehre des indischen Prinzen zu verstehen brauchen wir aber gelegentlich Lehrer, Vorbilder oder eine entsprechende Gemeinschaft, die die passenden Rieten, Praktiken und Gebete praktiziert und den Geist des Buddha vermittelt. Gerade im Buddhismus geht es um das Ego, dass der Nukleus des Leidens ist, dass erst die Verlockungen und Täuschungen im Gedankenpalast einspielt.

Ein guter buddhistischer, spiritueller Lehrer weiß um die Probleme des Verstandes und die Reize des schönen Scheins. Er selbst kennt den Pfad des Buddha hin zu Erleuchtung, ist bereit den Weg zu folgen, hat im besten Fall bereits das torlose Tor durchschritten. Man erkennt einen guten spirituellen Führer nicht an einer schön gemachten Webseite, auch nicht an wirklich tollen Fotos, oder an so großen Versprechungen. Ebenfalls nicht an teuren Seminaren oder körperlichen Versuchen zu größerer Nähe.

Einen guten spirituellen Führer erkennt man daran, ob seine Aussagen einen berühren, oder eben nicht.

Der Weg ist das Ziel!

 

Die weise Worte viel und oft im Munde (führen), doch schlaff im Handeln rechten Weg verfehlen, werden nicht Glieder heiliger Gemeinschaft, sind Hirten, die die Rinder andrer zählen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Ich habe nicht versagt. Ich habe mit Erfolg zehntausend Wege entdeckt, die zu keinem Ergebnis führen.

Thomas Alva Edison – US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer 1847 – 1931

Für eine Idee braucht man keinen Krieg zu führen: Ideen kommen ohne Pulver und Blei durch die Welt

Paul de Lagarde (eigentlich Paul Anton Bötticher) – Deutscher Orientalist und Kulturphilosoph – 1827 bis 1891

Wandle geradeste Wege! sie sind die kürzesten immer, Pfade der Wahrheit und Kraft führen Dich sicher zum Ziel

Friedrich Hebbel – Deutscher Dramatiker und Lyriker – 1813 bis 1863

Es gibt nur ein Mittel, über sich selber hinüberzukommen: wenn man den andern höher führen will, als man selber steht

Aus Ostasien

Der Einsame

Verhasst ist mir das Folgen und das Führen.
Gehorchen? Nein! Und aber nein — Regieren!
Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken:
Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen.
Verhasst ist mir’s schon, selber mich zu führen!
Ich liebe es, gleich Wald- und Meerestieren,
Mich für ein gutes Weilchen zu verlieren,
In holder Irrnis grüblerisch zu hocken,
Von ferne her mich endlich heimzulocken,
Mich selber zu mir selber — zu verführen.

Friedrich Nietzsche – Deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller – 1844 bis 1900

 

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