Samstag, Mai 21, 2022

Großzügigkeit

Mit der Großzügigkeit ist es so eine Sache, eine liebe Freundin sagte immer: „Geld muss im Umlauf bleiben“.

Ich möchte hier eine Geschichte zum Thema „Großzügigkeit“ wiedergeben, die mir seinerzeit in China berichtet wurde.

In einem Tempel wohnte ein kluger Mönch, die Menschen nannten ihn einen Weißen. Im Laufe seines Wirkens soll er die „Erleuchtung“ erfahren haben, er war sehr respektiert und sein Ruf ging weit über die Klostermauern hinaus. Immer wieder kamen die Bewohner der Umgebung, um seinen Rat zu hören.

So auch an diesem Tag, als ein Bettler aus der Stadt ihm sein Leid klagte.

„Oh Du weißer Mann, bitte sage mir, warum ich so arm bin?“

Der würdige Mönch antwortete ihm, schnell und kurz: „Weil Du nicht großzügig bist, Du willst alles behalten.“

Da staunte der Bettler nicht schlecht. Wie sollte er, ein armer Mann, großzügig sein, so dachte er bei sich. Er war völlig verarmt, was hatte er schon?

Heiliger Mann, ich habe nichts was ich geben könnte, ich bin sehr arm.“

Der Mönch schaute ihn ruhig an, wog den Kopf hin und her, dann antwortete er bedächtig: „Aus deiner Person heraus könntest Du Großzügigkeit üben, aber Du denkst nur an Dich, an deine ärmliche Lage, an deinen Mangel. Der Mensch hat sechs Fenster, mit denen er mit der Welt verkehrt. Mit einigen dieser Fenster kann man großzügig zu anderen Menschen sein, auch wenn man „nichts hat“. Du könntest den Menschen mit deinen Augen tiefe Liebe schenken, aber daran denkst Du nicht. Du könntest den Menschen mit deinem Mund beruhigende Worte schenken, aber daran denkst Du nicht. Du könntest den Menschen mit deinen Ohren zuhören und ihnen so Geborgenheit schenken, aber daran denkst Du nicht. Du könntest den Menschen mit deinem Geist viele gute Dinge tun, aber daran denkst Du nicht. Dein Körper könnte vielen Menschen helfen, aber daran denkst Du nicht. Du bist nicht arm, Du könntest sehr viel Großzügigkeit zeigen, aber daran denkst Du nicht. Nur wer sich großzügig zeigt, der wird auch vom Universum dieselbe Großzügigkeit erfahren, dann wird der Wohlstand zum Gefährten in deinem Leben werden, denn materielle Dinge werden eines Tages zu Staub zerfallen, dein Karma aber wird dich durch die Inkarnationen begleiten.“

Der Bettler verließ sehr nachdenklich den Tempel, er konnte die Worte des weißen, alten Mannes nicht vergessen. Einige Wochen später kam er wieder, er wurde ein Mönch in diesem Tempel, er nutze sein Leben um Großzügigkeit zu üben.

Der Weg ist das Ziel!

 

Hier den Beitrag als Podcast hören click

 

Großzügigkeit ist eine Lehrmeinung von Narren

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Es ist wie ein Finger, der einen Weg zum Mond zeigt. Konzentriere dich nicht auf den Finger, sonst verpasst du all diese himmlische Herrlichkeit

Bruce Lee – Sino-amerikanischer Kampfkünstler, Kampfkunst-Ausbilder und Schauspieler – 1940 bis 1973

Wählen Sie zwischen zwei Lösungen immer die großzügigste

Jiddu Krishnamurti – Spiritueller Lehrer indisch-brahmanischer Herkunft – 1895 bis 1986

Großzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft

Oscar Wilde – Irischer Schriftsteller – 1854 bis 1900

In der Abgeschiedenheit werden sie lernen, dass Neinsagen nicht immer ein Mangel an Großzügigkeit und dass Jasagen nicht immer eine Tugend ist

Paulo Coelho – Brasilianischer Schriftsteller und Bestseller-Autor – geboren 1947

In Bezug auf Hunde wird niemand, der nicht mit ihnen zusammengelebt hat, nie genau wissen, inwieweit die Worte Großzügigkeit, Gesellschaft und Loyalität erreichen. Keiner, der nicht eine nasse Schnauze im Arm verspürt hat, die versucht, sich zwischen dem Buch, das Sie lesen, und Ihnen einzufügen, das eine Liebkosung verlangt, oder in Erwägung gezogen hat, dass dieser edle Kopf nach hinten gespannt ist, suchen diese großen, dunklen, treuen Augen nach einer Geste oder ein einfaches Wort, wird in der Lage sein zu verstehen, was in meinem Blut gesprudelt wird, wenn ich diese Zeilen lese; dass im Tierkampf das Tier alles gibt, wenn sein Herr dabei ist

Arturo Perez-Reverte – Spanischer Schriftsteller – geboren 1951

 

Meine Publikationen:

1.) AppBuddha-Blog“ in den Stores von Apple und Android 

2.) AppBuddha-Blog-English„, siehe ebenfalls bei Apple und Android.

3.) Die WebseiteShaolin-Rainer„, auch als App erhältlich, Apple und Android.

4.) App „SleepwithSounds“ bei Apple und Android.

5.) Buddha Blog Podcast (wöchentlich)

6.) Buddhismus im Alltag Podcast (täglich)

7.) Facebook (@BuddhaBlogApp)

8.) Telegram Kanal: https://t.me/buddhablog

 

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Danke, dass Sie Buddha-Blog lesen. Ist Ihnen aufgefallen, dass hier keine externe Werbung läuft, dass Sie nicht mit Konsumbotschaften überhäuft werden?

Möchten Sie dem Autor dieses Blogs für seine Arbeit mit einer Spende danken? Der Betrieb dieser Apps (und der zugrunde liegenden Webseite https://shaolin-rainer.de) erfordert bis zu € 3000 im Monat.

Unterstützen Sie mich, beteiligen Sie sich an den umfangreichen Kosten dieser Publikation. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir für den Buddhismus leisten (ich und mein Team), auch weiterzuführen.

Via PayPal (hier klicken)

oder per Überweisung:

Kontoinhaber: Rainer Deyhle, Postbank, IBAN: DE57700100800545011805, BIC: PBNKDEFF

1000 Dank!

Vorheriger ArtikelKeine Zeit
Nächster ArtikelPflegebedürftigkeit
VERWANDTE ARTIKEL

Am beliebtesten