Die Eintagsfliege

Die Eintagsfliege

Der Lebenszyklus einer Eintagsfliege ist ein Tag, manche Arten leben nur wenige Minuten, andere für mehrere Tage.

In der für uns kurzen Zeitspanne erlebt die Fliege alle wichtigen Phasen, alles ist streng durchgetaktet. Innerhalb kurzer Zeit werden die Fliegen geschlechtsreif, paaren sich, und sterben wieder.

Was für uns ein Zeitraum zwischen 50 und 100 Jahren darstellt, das erlebt die Fliege in gefühlt minimaler Spanne.

Im Leben der Eintagsfliegen geht es nur um ein Thema, sie müssen sich fortpflanzen, unbedingt ihre Art erhalten. Wirklich alles wird nebensächlich, nur der Trieb zählt. Wenn die Aufgabe erfüllt ist, dann sterben die Fliegen, sie sind ihrer Bestimmung nachgekommen.

Für diesen grossen Tag haben sich die Eintagsfliegen lange vorbereitet, als Larven haben sie zum Teil mehrere Jahre ausgehalten, nur um für diesen einen Tag zu schlüpfen, um sich am großen Tag von der Larve zur Fliege zu verwandeln.

Unser Leben ist mit dem der Eintagsfliegen vergleichbar, nur die Relation ist etwas anders, aber am Ende sterben wir, ganz wie die Fliegen. Wir sterben „wie die Fliegen“, so das Sprichwort.

Wenn wir über die kurze Lebensspanne der Fliegen nachdenken, dann sehen wir Parallelen zu unserem Leben, gerade war ich noch ein Kind, jetzt stehe ich bereits im Herbst des Lebens. Es ist alles vergangen wie „im Flug“, der Fluss des Lebens ist an mir vorbeigerauscht, alles ist Veränderung, deshalb ist das „Heute“ und das „Jetzt“ auch so wichtig.

Setzen Sie sich in die Perspektive der Eintagsfliege, alles geht so schnell vorbei, jeder Moment ist flüchtig, nichts können wir behalten, alles werden wir verlieren. So wie die Fliegen, die Zeit ist ein relativer Begriff, aber für jede Inkarnation kommt der endgültige Moment.

Lassen Sie in Gedanken ihr Leben an sich vorübergehen, leben Sie im Zeitraffer alles nochmals durch. Egal welche Begebenheiten in ihrem Gedächtnis verbleiben, auch die Erinnerungen werden verblassen, unsere Körper werden zu Staub, wo wird unsere Persönlichkeit bleiben? Werden wir wieder-geboren, oder war es das? Wo gehen wir hin? Vielleicht zu dem Ort, von dem wir gekommen sind?

Die Lehre Buddhas bietet viel Raum für Überlegungen, der Prozess der „Erleuchtung“ ist ein geistiger, die Reise beginnt mit der Gefolgschaft zu Buddha, wir wissen wenig am Beginn des Weges.

So wie die Eintagsfliegen sich keine Gedanken machen, so streben die meisten Menschen durch ihr Leben, sie reflektieren nicht, sie wollen sich ablenken, nicht die harte Realität betrachten, nämlich, dass unsere Zeitspanne der der Eintagsfliegen entspricht.

Der Weg ist das Ziel!

 

Alles verstehen heißt alles verzeihen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Sogar Insekten drücken Wut, Schrecken, Eifersucht und Liebe durch ihr Stridulieren aus

Charles Darwin – Britischer Naturforscher, Begründer der modernen Evolutionstheorie – 1809 bis 1882

Du kannst so rasch sinken, dass du zu fliegen meinst

Marie von Ebner-Eschenbach – Österreichische Schriftstellerin – 1830 bis 1916

Der Mensch durchläuft wie Insekten drei Entwicklungsphasen oder Entwicklungsstadien: Kinder, Arbeiter und Rentner. Die Kinder tun, was sie geschickt haben, die harten Arbeiter auch, aber mit Vergeltung erhalten die Rentner einige Bezüge, aber sie dürfen nichts tun

Eduardo Mendoza Garriga – Spanischer Schriftsteller – geboren 1943

Gott hat Euren Seelen Flügel verliehen, auf dass sie sich damit in den Himmel der Freiheit und Liebe erheben. Warum schneidet Ihr sie ab und kriecht wie Insekten auf der Erdoberfläche?

Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931

Wenn ich rechne und sehe ein winziges Insekt das auf meine Papier geflogen ist dann fühle ich etwas wie Allah ist Gross (Allahu Akbar) und wir sind armseliges Tröpfe mit unseren ganzen Wissenschaften Herrlichkeit

Albert Einstein – Theoretischer Physiker – 1879 bis 1955

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