Kleine Schmerzen

Kleine Schmerzen

Das Leben ist eine Abfolge von kleinen Schmerzen, mal zwickt es hier, mal zwackt es dort, immer wieder erinnern uns die Schmerzen an die Endlichkeit unseres Schicksals.

Schmerz ist ein Alarmsignal der Evolution, soll uns vor Schaden schützen. Gleichwohl kann sich der Schmerz auch gegen uns richten, nämlich wenn der Schmerz chronisch wird.

In der Medizin nimmt die Schmerztherapie einen wichtigen Platz ein, Operationen ohne Schmerzmittel erscheinen uns unmöglich, schwere Krankheiten erfordern oft starke Dosierungen.

Aber der Schmerz ist auch ein Korrektiv, bringt uns auf den Boden der Tatsachen zurück, wir sind Sterbliche, keine Götter. Und wir sollten auf die Schmerzen „hören“, in unserem Körper forschen, unser „Ich“ ernst nehmen, Schmerzen sind immer ein Signal, zeigt „Vorgänge“ in uns an.

Klar kann man sich mit Schmerzmitteln eine Weile lang „behelfen“, aber irgendwann kommt der Moment, in dem wir uns um „uns“ kümmern müssen. Meist ist der Termin dann extrem unpassend, warum jetzt, aber wenn wir es nicht jetzt machen, dann machen wir es nie.

Am Anfang sind die Schmerzen klein, wir ignorieren sie dann so gerne, aber sie werden meist stärker, selten gehen sie von alleine weg.

Was könnte unser Körper „uns“ sagen wollen, warum zwickt es jetzt genau hier, welcher Grund könnte den Schmerzen zugrunde liegen? Tut Ihnen vielleicht der Rücken weh, wenn Ihnen etwas unangenehm ist? Welche Vorgänge könnten ablaufen, was sind mögliche Konsequenzen?

Wenn wir Muskelkater haben, dann zeigt uns der Körper, dass wir jetzt ruhen müssen, dass die Säure aus der Muskulatur heraus transportiert werden muss.

Wenn wir zu viel Alkohol trinken, dann haben wir Kopfweh, kein Ereignis ohne Konsequenzen.

Ich habe Freunde, die gehen erst dann zum Zahnarzt, wenn die Schmerzen unerträglich werden, andere gehen alle 6 Monate zur Kontrolle.

Es liegt an uns, wie wir mit Schmerz umgehen, achten wir auf uns, oder denken wir, dass wir Herkules sind, der ohne Schaden durch das Leben kommt?

Nach Buddha sollen wir uns um unsere Gesundheit gut kümmern, denn nach dem großen Lehrer ist der Körper unser Tempel, das Vehikel, dass uns in dieser Inkarnation dient.

Dabei sind Schmerzen ein Signal, das wir aufmerksam betrachten sollten, denn Schmerz ist sie Verbindung zum Universum, von der der Lehrer aller Lehrer sprach.

Wie wollen Sie in Zukunft ihrem Tempel die nötige Achtsamkeit erweisen? Könnten Sie sich vorstellen, besser auf das Vehikel zu achten, die Zeichen erwachsen und in voller Präsenz wahrzunehmen?

Der Weg ist das Ziel!

Den Körper in guter Gesundheit zu halten ist eine Pflicht, sonst werden wir nicht in der Lage sein, unseren Geist stark und klar zu halten

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz

William Faulkner – US-amerikanischer Schriftsteller – 1897 bis 1962

Den Schmerz vertraut man nur dem Freund, das Glück teilt man mit jedem

Otto Ludwig – Deutscher Schriftsteller – 1813 bis 1865

Die Schauspielerei ist für mich, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, etwas Künstliches. Menschen leiden zu sehen, ist real. Es könnte gar nicht realer sein. Manche Menschen schauen dem nicht gern ins Gesicht, weil es schmerzt. Aber wenn es niemand tut, dann geschieht auch nichts

Elizabeth Taylor – US-amerikanisch-britische Schauspielerin – 1932 bis 2011

Jeder Mann tauscht eine Frau, die Kopfschmerzen hat, sehr gern gegen eine andere, die welche verursacht

Jerry Lewis – US-amerikanischer Komiker – 1926 bis 2017

Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen

Gabriel Laub – Journalist, Satiriker und Aphoristiker polnisch-jüdischer Herkunft – 1928 bis 1998

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