Der besondere Bewusstseinszustand

Der besondere Bewusstseinszustand

Es gibt einen besonderen Bewusstseinszustand, ab dem man nicht mehr vom Weg zur „Erleuchtung“ abkommen kann.

Es geht die Geschichte von Kala, der ein Schüler von Buddha wurde, und der diesen besonderen Bewusstseinszustand in der Gegenwart Buddhas ganz plötzlich erreichte.

Kala war der Sohn eines wohlhabenden Händlers, der Buddha sehr verehrte und förderte. Nun wollte der Vater auch, dass sein Sohn Kala die Lehre des großen Lehrers annahm, dass er wenigstens zuhören würde, auch Interesse an der Person Buddhas finden könnte.

Der Vater überlegte, wie er seinem Sohn eine Annäherung an die Philosophie Buddhas schmackhaft machen könnte, er wußte, dass der junge Mann immer Geld benötigte. Er bot seinem Sohn 100 Taler, wenn dieser in das Kloster Buddhas reisen, dort dem Buddha bei seinen Lehrreden zuhören, eine Nacht dort verbringen, und dann am Morgen nach Hause zurückkommen würde. Kala willigte erfreut ein, 100 Taler waren viel Geld, er machte sich auf den Weg. Dort angekommen suchte er sich eine ruhige Ecke im Kloster und machte es sich dort bequem. Am Morgen brach er zeitig ins Haus des Vaters auf, Buddha hatte er nicht einmal getroffen.

Der Vater war trotzdem glücklich über den „Erfolg“ seines Sohnes, er merkte aber, dass etwas nicht ganz stimmig war. Er überlegte sich etwas, sprach dann den Sohn erneut an: „Wenn du nochmals in das Kloster gehst, dort den Buddha triffst und ihn nach einem gelebten Spruch fragst, dann gebe ich dir sogar 200 Taler“. Sofort willigte der Sohn ein, er reiste schnell zurück in das Kloster.

Kala kam im Kloster an, ging dort direkt zu Buddha und fragte ihn nach einem Spruch, der ihm auch bereitwillig half. Kala merkte sich den Spruch, wiederholte ihn mehrfach (für 200 Taler war das möglich), und machte sich auf den Rückweg, so schnell es ging. Die ganze Zeit wiederholte er in Gedanken den Spruch, aber plötzlich war der Text weg, er hatte die Worte vergessen. Das wunderte Kala, der normalerweise sehr intelligent war und sich alles leicht merken konnte. Es blieb nichts anderes übrig, er musste zurück zu Buddha, und nochmals nach dem Spruch fragen. Buddha verzog keine Miene, wiederholte den Spruch, Kala reiste sofort zurück, murmelte den Spruch immer wieder vor sich hin. Ja, es kam, wie es kommen musste, er vergass den Spruch wieder, mußte nochmals umkehren, zurück ins Kloster.

Als er erneut bei Buddha war sagte dieser: „Du weißt, warum du dir den Spruch nicht merken kannst? Ganz einfach deshalb, weil du den Inhalt nicht verstehen willst.“

Da sagte Kala einen folgenschweren Satz: „Dann erkläre mir bitte die Bedeutung“. Da Kala nun sehr aufmerksam zuhörte, und auch die Absicht hatte zu verstehen, da erreichte durch die Worte Buddhas die Wahrheit den Kala, er verstand, er erreichte Einsicht.

Er bekam spontan den besondere Bewusstseinszustand, der auf dem Weg zur „Erleuchtung“ entsteht, der eine Umkehr ausschließt, der weglose Weg zum torlosen Tor.

Kala schlief ruhig im Kloster. Am nächsten Tag begleitete er Buddha in die Stadt, wo die Gruppe auch seinen Vater besuchte. Er sagte seinem Vater, dass er die 200 Taler nicht mehr haben wolle.

Was glauben Sie, gibt es diesen besonderen Bewusstseinszustand?

 

Von allem Bösen abzusehen, das Gute stets zu vermehren, zu läutern den eignen Geist. Das ist des Buddhas Lehrgebot

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Buddha ist der letzte Mensch! durchzuckte es mich, das ist sein geheimer und schrecklicher Sinn. Buddha ist die „reine Seele“, denn sie ist leer. In ihm ist das Nichts, er ist das Nichts

Nikos Kazantzakis – Griechischer Schriftsteller – 1883 bis 1957

Ich hatte Freunde. Der Gedanke, daß ich von ihnen für immer getrennt bin, und das Bewußtsein ihres Schmerzes gehören zu den größten Leiden, die ich sterbend mit mir nehme

Marie Antoinette – Erzherzogin von Österreich – 1755 bis 1793

Nicht das Bewußtsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewußtsein

Karl Marx – Deutscher Philosoph – 1818 bis 1883

Bewusstsein ist das, was es nicht ist, und nicht das, was es ist

Jean Paul Sartre – Französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist – 1905 bis 1980

Karma ist, wenn es richtig verstanden wird, nur die Mechanik, durch die sich das Bewusstsein manifestiert

Deepak Chopra – Indischer Autor von Büchern über Spiritualität, alternative Medizin und Ayurveda – geboren 1946

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