Samstag, Mai 21, 2022
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Selbstliebe Teil 1

Selbstzweifel sind weit verbreitet, selbst Selbsthass kommt immer stärker in allen Schichten an, die Menschen haben es nicht leicht, es sind „schwere“ Zeiten.

Klar muss man sich auch selbst kritisch sehen, aber der Friede mit dem eigenen Ich ist auch buddhistisch, lehrte Buddha doch, dass wie keinen Lebewesen schaden sollen, also auch nicht uns selbst. Man muss sich ja auch nicht selbst lieben, aber jedenfalls sich annehmen wie man ist, sich wenigstens okay finden.

Alle Menschen machen Fehler, aber sich deshalb das Leben schwer zu machen, das muss auch nicht sein. Und selbstverständlich gehört es zu unserem Leben, dass wir uns immer wieder selbst zu hinterfragen, auch auf Kritik von Dritten einzugehen.

Aber wo liegt die Grenze zwischen „Selbstreflexion“ zu „Selbsthass„, was ist noch gesund, was geht zu weit? Sich selbst wenigstens anzunehmen kann man lernen, diverse Übungen sind auf dem Markt. Ich stelle Ihnen die wichtigsten Ansätze zum Friedensschluss mit Ihrem „Ich“ mit Anleitung vor. Sind Sie bereit etwas Neues auszuprobieren?

Zuerst einmal, wenn Sie sich nicht selbst lieben können, dann hören Sie wahrscheinlich die kleine Stimme, die Sie ständig kritisiert, Ihnen einredet, dass Sie alles falsch machen, nichts wert sind, einfach nur dumme Dinge tun, und überhaupt keine Ahnung haben.

Diese Stimme ist im Buddhismus ein zentrales Thema, denn auf diese Stimmung folgt Wertung (ich bin dumm) und Wille (ich will das oder jenes), weshalb diese Stimme das Ego verkörpert und zum Schweigen gebracht werden soll, was natürlich nicht immer funktioniert. Also müssen Sie sich (wenigstens erst einmal) mit der Stimme arrangieren, den kleinen Mann im Ohr akzeptieren, einen passablen Umgang mit der Angelegenheit finden.

Schreiben Sie sich auf, was in Ihrem Gedankenpalast vor sich geht, welche Gedanken auftauchen, und vor allem wann. Was ist vorgefallen, warum kommt dieser Gedanke gerade jetzt auf, was sind die Zusammenhänge? Fangen Sie an, mit dieser Stimme in einen Dialog zu kommen, die Stimme als Ihr eigenes Ego anzunehmen, die Kritik nicht als Bestrafung zu empfinden, sondern als Chance um zu wachsen.

Fangen Sie an Ihr Ego (in einem ersten Schritt) als „kleinen Freund“ zu sehen, das Sie auf manche Dinge aufmerksam macht, gehen Sie bewusst mit dem Ego ins Gespräch, nicht in eine Konfrontation.

Diese Art von Selbstgesprächen dürfen Sie nicht aus dem Weg gehen, das Annehmen der Situation ist der „wirklich“ erste Punkt zu mehr Selbstliebe. Lassen Sie sich aber nicht von Ihrem eigenen Ego um den kleinen Finger wickeln.

Lesen Sie in den nächsten Tagen in „Selbstliebe Teil 2“ mehr zu diesem Thema.

Der Weg ist das Ziel!  

 

 

Haß wird nicht durch Haß, sondern durch Liebe besiegt

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Der große Selbsthass der Menschen bringt viel Bösartigkeit und Leid in die Welt

Önder Demir – geboren 1976

Keine Liebe ist ohne Eigenliebe, kein Haß ist ohne Selbsthaß

Gerhard Uhlenbruck – Deutscher Immunbiologe und Aphoristiker – geboren 1929

Die Schönheit ist ein Betrug an der Wahrheit. Die Wahrheit mag die Schönheit nicht. Wahrscheinlich ist die Wahrheit vor allem Selbsthaß

Peter Rudl – Deutscher Aphoristiker – geboren 1966

Selbsthaß dürfte als nahezu perfektes autoimmunes Gefühl angesehen werden

Martin Gerhard Reisenberg – Diplom-Bibliothekar und Autor – geboren 1949

Selbstliebe und Selbsthaß sind die tiefsten von den irdischen produktiven Kräften

Hugo von Hofmannsthal – Österreichischer Lyriker, Dramatiker, Erzähler – 1874 bis 1929

 

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