Müssen wir uns ändern?

Buddhismus im Alltag

Müssen wir uns ändern?

„Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst.“
Lew Nikolajewitsch Tolstoi – russischer Schriftsteller (1828-1910)
Dabei ist der erste Schritt zu einem buddhistischen Lebensstil mit der Bereitschaft verbunden, an sich selbst zu arbeiten, sich zu verändern, eine neue Sichtweise zu entwickeln.
Die Menschen haben allerdings aus ganz verschiedenen Gründen große Ängste vor allen kommenden Veränderungen; Neuerungen stellen Viele vor fast unlösbare Herausforderungen. Das Gewohnte jedoch verspricht Sicherheit, Kontinuität, man muss sich keine Gedanken machen, alles erscheint vertraut, die Engländer sagen: „Business as usual“!
Seit Anbeginn der Zeit verändert sich jedoch alles, die Erde hat ihr Antlitz schon häufig komplett neu gestaltet. Hier, wo ich heute lebe, war vor rund 380 Millionen Jahren ein grosser Ozean, Kontinente hatten sich neu gebildet, Deutschland lag zu dieser Zeit am Äquator. Alles ist im Umbruch, ständig kommen noch nie dagewesene, unglaubliche Ereignisse mit großen Auswirkungen, Menschen werden geboren, leben und sterben, wo heute ein grosses Haus steht wird in der Zukunft vielleicht ein schöner See entstehen, wer weiß schon, was die Zukunft bringt?
Wenn wir etwas verändern wollen müssen wir ZUERST uns selbst verändern. Das Haften an Menschen, Dingen und Begebenheiten unterlassen. Dann, aus unserem Besipiel, können wir unser Umfeld beeinflussen, durch die Kraft unseres Vorbilds, durch unser Handeln, auch durch unsere Worte.
Kennen Sie den Satz von Johann Wolfgang von Goethe:
„Die Botschaft hör ich wohl, allein fehlt mir der Glaube“?
Wenn wir uns verändern, wenn wir so leben wie der grosse Buddha es uns gezeigt hat, dann werden die Menschen um uns herum anfangen an uns zu glauben, uns ernst zu nehmen.
Wasser predigen und Wein trinken ist keine Botschaft, sondern eine Illusion, „don’t do like I do, do like I say“ funktioniert eben nicht. „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ kann nur im Chaos enden, Euphorie abgelöst von Depression, eine Flucht aus der Realität.
Und wenn wir anfangen nach der Lehre Buddhas zu leben werden wir ein besseres Leben führen, viele nutzlose Dinge fallen von uns ab, wir erreichen Ruhe und Frieden, ein Leben in der Mitte.
Es stellt sich daher nur eine Frage: Wollen wir uns ändern, oder so weitermachen wie bisher?
Ich jedenfalls orientiere mich an den Worten Buddhas.
Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht
– Leonardo da Vinci – Universalgenie – Italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph – 1452 bis 1519
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