Geistige Hygiene

Geistige Hygiene

Buddha sagte: Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt

Kennen Sie das, wenn etwas Sie längere Zeit beschäftigt, Sie darüber lange nachdenken, und dann, abrupt, bricht der Gedanke aus, Sie sprechen diese Sache an, einer Urkraft folgend kommt die Angelegenheit „ans Licht?“

Alles kommt irgendwann ans Licht, das wissen wir. Die Frage ist, in welcher Form, wie heftig, wie kommt es dann bei unseren Mitmenschen an.

Wenn ich nun einen Groll in mir trage, ich z.B. auf meine Mutter „sauer“ bin, dann schlägt sich dieser Groll auf mein Gemüt nieder, wird vielleicht sogar meiner Umgebung auffallen, bekommt Einfluß auf meine weiteren Entscheidungen.

Buddha sagte weiterhin: Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem glühenden Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man verbrennt sich nur selbst dabei

Es fängt alles mit unserem Denken an, darauf basiert unser Sprechen, unser Handeln, unsere Entscheidungen. Nur gut zu Handeln oder zu Sprechen reicht nicht, wir müssen das Denken sauber und rein halten, wir müssen geistige Hygiene pflegen, so wie wir das Äußere ja auch sauber halten, so müssen wir unser Inneres ebenfalls in Ordnung halten.

Einfacher gesagt wie getan, die belastenden Gedanken kommen immer wieder, selbst wenn wir sie verdrängen kommen sie zurück. Sie kommen solange wieder, wie wir nicht an ihre Stelle etwas anderes einsetzen, womit sich unser Gedankenpalast beschäftigen kann. Die Lehre Buddhas bietet sich geradezu an, als Ersatz für Groll und schlechte Gefühle sollten wir über die Philosophie der „Erleuchtung“ nachdenken.

Einfacher gesagt, wie getan, sicherlich, und nicht immer gelingen uns solche Versuche, aber auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel!

Geistige Hygiene bedeutet, dass wir unsere Gedanken verfolgen, sie nicht einfach frei laufen lassen. Woher kommt dieser Gedanke, wieso denke ich plötzlich negativ, was ist vorausgegangen, wie kommt es zu dieser Stimmung?

Viele Fragen, aber geistige Hygiene bedeutet, sich selbst zu hinterfragen, nicht einfach nur so „vor sich hin“ zu leben, sondern den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Geistige Hygiene zu erreichen und zu halten ist nicht so einfach, wie man es sich zuerst so vorstellen mag, es bedeutet deutliche Anstrengung, denn durch falsche Gedanken werden wir auch schnell abgelenkt, das Zurückkommen fällt auch nicht immer wirklich leicht.

Wir waschen unsere Autos, wir putzen unsere Wohnungen, reinigen unsere Kleider, aber unsere Gedanken, die sind voller Müll, über die Jahre sind die Scherben unserer Erlebnisse gespeichert worden, aber gereinigt wurde der Gedankenpalast nie.

Der Weg ist das Ziel!

 

Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf, wie der Körper, einer Gymnastik

Honoré De Balzac – Französischer Schriftsteller – 1799 bis 1850

Wenn der Mensch der Körper wäre, so gäbe es keine andere Moral als die Hygiene

Théodore Jouffroy – Publizist und Philosoph – 1796 bis 1842

Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper

Maksim Gorki – Russischer Schriftsteller – 1868 bis 1936

In einer dicht gedrängten Menschenmenge dieses Gefühl, die Leute schauten einem in die Ohren

Jules Renard – Französischer Roman- und Tagebuchautor – 1864 bis 1910

Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.

Bibel – Neues Testament – Das Evangelium nach Matthäus (#Mt 15,20)

Unterwäsche aus Papier hätte den Vorteil, daß man der Wäscherei die verschmutzten Stücke zufaxen könnte

Piet Klocke – Deutscher Musiker, Kabarettist, Autor und Schauspieler – geboren 1957

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