Du hast die Wahl

Du hast die Wahl

Du hast die Wahl, Dinge zu erschaffen, oder zu zerstören.

Wir haben immer eine Wahl, niemand kann sich hier herausreden!

Von Morgens bis Abends, wir wählen den ganzen Tag. Das Wasser warm oder kalt, die Dusche kurz, oder ein langes Bad, Kaffee oder Tee, Brötchen oder Toast, das ganze Leben besteht aus der klaren Bekundung oder Formulierung unseres Willens.

Nach Buddha sollen wir aber nicht Wollen, schon gleich gar nicht Wünschen, wir sollen nur sein. Wie passt das also zusammen?

Auf den ersten Blick überhaupt nicht!

Wenn wir denn nicht wählen, wie sollen wir dann existieren?

Nun, unser Schicksal als Menschen erfordert Nahrung, Unterkunft, Interaktion mit unseren Nächsten. Und egal wie wir uns verhalten, wir müssen die Richtung wählen, Aktionen durchführen, Handlungen begehen. Nicht ein Jeder kann sich als Einsiedler vom weltlichen Leben entfernen, in einem Tempel Mönch werden. Und selbst dann müssen immer noch tägliche Entscheidungen getroffen werden. 

Wenn wir aber aus dem Fluss des Lebens heraus wählen, eine Einheit mit unserem Ego erreichen, eben nicht wählen, weil wir wollen, sondern weil es nötig ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Wenn dieses Stadium erreicht wird, dann kommen die Entscheidungen auch „wie von selbst“ aus uns heraus, aus unserem Inneren, sie werden nicht mehr vom Wünschen und Wollen bestimmt, sondern aus der Notwendigkeit des Seins getroffen.

Also haben wir die Wahl! Nämlich, ob wir uns für die Lehre Buddhas interessieren, oder eben nicht. Diese Frage steht am Anfang, hier müssen wir genau einmal wählen, dann folgen die weiteren Handlungen von ganz alleine.

Das Erkennen der Nutzlosigkeit der Wahlmöglichkeiten zeigt, dass die Philosophie Buddhas in das Zentrum des Seins vorgedrungen ist. Nur wer versteht, dass das Leben eben nicht vollumfänglich real ist, der will nicht mehr wählen, der will nur noch sein.

Nach Buddha ist das Leben eine Illusion, da wir durch unsere Filter sowieso nur das sehen, was wir sehen wollen. Dieser Weltanschauung folgend ist auch jede Wahlmöglichkeit illusorisch, da wir gar nicht die nötige Kapazität haben, um das ganze Spektrum zu überblicken.

Die Wahl haben also nur diejenigen, die noch nicht erwacht sind, denn nur die wollen und wünschen, bitten und flehen, hadern und fordern.

Die mit „Durchblick“ dagegen nehmen das Schicksal wie das Wetter, stoisch und ruhig, dankbar und in der Mitte ruhend.

Die Dummköpfe denken, dass sie eine Wahl hätten. Dabei haben wir nichts gewählt, weder die Farbe unserer Haut, noch den Platz, an dem wir geboren wurden. Und auch in Zukunft wählen wir nichts, es kommt so, wie es kommen soll, abhängig von unserem Karma.

Genau so, wie Buddha es sagte.

 

Die Wörter niemals, immer, alles oder nichts sind gefährlich, weil sie Ihnen keine Wahlmöglichkeiten lassen

Walter Riso – Buchautor – geboren 1951

Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird

Heinz von Förster – Österreichischer Physiker und Kybernetiker – 1911 bis 2002

Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß

Bertrand Russell – Britischer Philosoph – 1872 bis 1970

Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz

William Faulkner – US-amerikanischer Schriftsteller – 1897 bis 1962

Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen

Norman Mailer – US-amerikanischer Schriftsteller – 1923 bis 2007

Was du bist hängt von drei Faktoren ab: Was du geerbt hast, was deine Umgebung aus dir machte und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast

Aldous Huxley – Britischer Schriftsteller – 1894 bis 1963

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