Montag, März 4, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusDas Salz der Weisheit Teil 2

Das Salz der Weisheit Teil 2

Hier lesen Sie den ersten Teil der Geschichte „Das Salz der Weisheit“ click

Am Fluss angekommen schnaufte der junge Mann erst einmal durch, alles war so schnell gegangen, was wollte der Mönch ihm nur sagen, dass Salz „salzig“ schmeckt, das war ihm schon vorher klar, war er einem Scharlatan aufgesessen?

Um ihn herum waren viele Menschen, manche lagen ausgestreckt im Gras neben dem Fluss, andere meditierten, wieder andere waren nur still, blickten auf das Wasser, oder ruhten einfach am Ufer. Der junge Mann wunderte sich sehr, es lag ein Zauber über dem Ort, das war für ihn zu spüren.

Seine Familie hatte ihn hierher geschickt, sicherlich hatten seine Lieben sich dabei etwas gedacht, wenn er nun schon hier war, dann wollte er die Angelegenheit eben auch durchziehen, der Weg hierher war weit, er wollte nicht mit „leeren Händen“ wieder gehen. Er öffnete den kleinen Brief, da stand mit wundervollen, handgeschriebenen Buchstaben folgendes: „Nimm das Salz aus der Schüssel und werfe es in den Fluss, dann nimm eine Hand voll vom Wasser und trinke es! Anschließend kommst Du wieder in die Halle des Tempels, ich warte dort auf Dich.

Wieder war eine lange Schlange vor ihm, er musste warten. Dieses Mal aber beobachtete er das Geschehen genau, er war neugierig geworden. Er sah, wie viele Fragesteller zum Mönch kamen, dort scheinbar ein Glas mit Wasser tranken, dann ein kleines Briefchen bekamen und weggingen (so wie er vorher). Als er an der Reihe war sprach ihn der Meister sofort an: „Und, wie hat das Wasser geschmeckt?“ „Meister, es war köstlich, klares Wasser von den Bergen, sehr erfrischend.“ „Hast Du das Salz geschmeckt?“ „Nein Meister, überhaupt nicht, es war völlig neutrales Wasser, ohne Geschmack.“

Da streckte der weisse Meister die Hand aus, legte sie dem verdatterten, jungen Mann auf die Schulter, er sprach: „Deine Leiden sind wie das Salz, sie sind immer gleich, nicht mehr, nicht weniger. Der Schmerz ist gleich, die Gedanken sind gleich! Was aber anders ist, das ist der Geschmack des Leidens, der ist abhängig vom Gefäß, in das wir das Salz (oder die Leiden) geben.“

„Wenn Du wieder leidest, und Du wirst noch sehr oft leiden, dann gibt es nur eine einzige Sache, die Du tun kannst. Du kannst die Betrachtung verändern, mit der Du die Leiden an Dich herankommen lässt. Um bei dem Vergleich mit dem Salz zu bleiben, Du kannst wählen, ob Du ein Glas oder ein Fluss sein willst, es ist nur eine Entscheidung. Welches Behältnis willst Du für Deine Zukunft aussuchen?

Der Weg ist immer das Ziel!

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Student, dies ist der Weg, der zur Weisheit führt

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Man kann weise sein aus Güte und aus Weisheit

Marie von Ebner-Eschenbach (Marie Freifrau Ebner von Eschenbach) – Österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin – 1830 bis 1916

Ärger verletzt sich selbst; Weisheit verletzt einen andern

Hindi-Sprichwort

Wirkliche Weisheit drückt sich stets sehr einfach aus

Maxim Gorki – Russischer Schriftsteller – 1868 bis 1936

Eine Weisheit, die man verbirgt, und ein Schatz, der vergraben ist – was hat man von beiden? Besser ist ein Mensch, der seine Torheit verbirgt, als einer, der seine Weisheit verbirgt

Bibel

Wer in der Weisheit und der Frömmigkeit dasselbe sieht, der sieht

Bhagavadgita (wird zu den Shrutis (Offenbarungsschriften) gezählt) – wichtigster philosophischer Text des indischen Lehrgedichts Mahābhārata – entstand vermutlich zwischen dem 5. und dem 2. Jahrhundert vor dem Jahr Null

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