Glücklich sterben

Glücklich sterben

In einem Film habe ich folgende Geschichte gesehen:

Ein Mann steigt in die U-Bahn, setzt sich neben einen Jüngeren auf einen freien Platz, der genau in dem Moment eine Nachricht auf seinem Handy empfängt. Ungläubig liest er die Zeilen, seine Gesichtszüge entgleisen langsam, er reißt die Augen auf, die Tränen laufen plötzlich an seinen Wangen herab.

Der gerade zugestiegene Fahrgast blickt ihn an, er überlegt sich, ob er etwas sagen soll, dann fragt er den Sitznachbar, was denn los sei, ob er ihm helfen könnte?

Der junge Mann blickt ihn immer noch fassungslos an, er ringt um Worte, schließlich bringt er welche hervor. Er habe gerade eine Nachricht von seinem Arzt erhalten, er sei endlich krebsfrei, nach 8 Jahren der Behandlungen, der Medikamente, der Schmerzen. Er könne es nicht fassen, die Männer fallen sich in die Arme, jetzt ringen beide mit den Tränen, sie setzen sich wieder. Der glückliche Mann erzählte seinem neuen Freund, dass er jetzt das Leben in vollen Zügen genießen werde, mit vielen Frauen ausgehen werde, andere Länder sehen will.

Jetzt wurde der Film grausam. Das Bild wechselte, zu sehen war mit spannender Musik, wie in einem Schacht eine Wasserleitung platzte, Bauarbeiter vor den Wassermassen flüchteten. In der nächsten Einstellung fuhr die U-Bahn in die Überflutung, die Bahn entgleiste, die Wagons drehten quer, stiessen am Tunnel an, verkeilten sich.

Nun war wieder das Innere der Bahn zu sehen. In dem Moment, wo die Bahn verkantete wurde der junge Mann gegen eine Haltestange geschleudert, er war sofort tot.

Der zugestiegene Fahrgast fasste nach dem Puls, aber das Leben war schon vergangen, der leblose Körper lag einfach da, gerade hatte der junge Mann noch über seine Pläne gesprochen, da war schon alles zu Ende.

Das Rote Kreuz kümmerte sich um die Verunglückten, Psychologen spendeten Trost, trotzdem fiel der Fahrgast in ein tiefes Loch, konnte alles kaum glauben.

Er ging nach Hause, erzählte alles seiner Freudin, er war geschockt, versteckte sich, wollte niemanden treffen, alleine sein, die Ereignisse verarbeiten.

Eine Woche später ging er wieder vor die Tür, auf direktem Weg zu seiner Freundin, kniete sich vor sie hin und fragte sie, ob sie ihn heiraten will. Sie willigte ein.

In einer späteren Szene erzählte das Mädchen einer Freundin, dass dieser Unfall für sie zu einem glücklichen Ereignis wurde, so seltsam sich das auch anhören würde.

Als der Mann nach einiger Zeit seinem Therapeuten von der Geschichte erzählte sagte dieser, dass der junge Mann wenigstens glücklich starb, das sei ja auch etwas wert.

Des einen Freud, des anderen Leid! Der Weg ist das Ziel!

 

Glück ist nicht viel zu haben. Glück gibt viel

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Die Traurigkeit kommt von Mitgefühl für sich selbst und Freude für Freude

Anne Frank – Tagebuch-Autorin – 1929 bis 1945

Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag

Charlie Chaplin – Britischer Schauspieler, Drehbuchautor, Schnittmeister, Komponist, Filmproduzent und Komiker – 1889 bis 1977

Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elisium, wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum

Friedrich Schiller – Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker – 1759 bis 1805

Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich möchte nur nicht dabeisein, wenn’s passiert

Woody Allen – US-amerikanischer Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Komiker – geboren 1935

Wenn du anderen Freude schenkst, siehst du ganz von selbst die Vervielfältigung der Freude für dich selbst

Sri Chinmoy – Indischer spiritueller Lehrer, Philosoph und Guru – 1931 bis 2007

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