Nach innen Wut, nach aussen Hass

Nach innen Wut, nach aussen Hass

Immer öfter fallen mir wirklich wütende Menschen auf, die ihren Hass ungezügelt unter die Menschen streuen.

Bei manchen werden die Aktionen immer härter, die Sitten verfallen zusehends.

Da fragt es sich, warum das so ist, wo kommt der ganze Hass und die unbändige Wut her?

Einfach gesagt kommen all die Aggressionen aus Ängsten und Anhaftungen, die im Wünschen und im Wollen begründet sind.

Nach Buddha sollen wir allerdings nichts wünschen und wollen, um die „Erleuchtung“ zu erfahren, da nach dem großen Lehrer alles Leid in den Erwartungen seinen Ursprung hat.

Wer sein Inneres nicht unter Kontrolle hat, nicht den Weg der Mitte geht, der kann schnell und aus nichtigen Gründen auch sehr wütend werden, sich im Hass suhlen wie ein Schwein im Pfuhl.

Aller Hass und alle Wut tauchen ja nicht aus dem Nichts auf, immer liegt ein Ursache zugrunde.

Sicher gibt es unzählige kleine Gründe für die giftigen Emotionen, von sozialer Ungerechtigkeit bis zum Weltschmerz ist alles dabei. Aber die wahren Ursachen liegen tiefer, und nur die Philosophie Buddhas liefert eine brauchbare Erklärung für die Achterbahn der Gefühle.

Immer liegt die Ursache in uns, in unserem Ich, an der Art und Weise, wie wir die Dinge betrachten, ob wir das Glas als halbvoll oder als halbleer ansehen. Zwei Menschen stehen nebeneinander und schauen auf das zu 50% gefüllte Glas, der eine sagt halbvoll und freut sich, dass er noch genug zu trinken hat, der andere Betrachter macht sich sofort Sorgen, dass sein Getränk ausgeht, weil das Glas nur noch halbvoll ist.

Aus Sorgen und Ängsten erwachsen dann zuerst Wut, auf den der Hass folgt, der dann als Gift im Universum steht.

All die Wut, aller Hass ist nur ein Schrei nach Hilfe, nach Gehör, die Menschen haben Angst „zu kurz“ zu kommen. Hilfe bietet die Lehre Buddhas, die uns in unserem Ich nach Lösungen forschen lässt, nicht auf Unterstützung von außen setzt. Wir sind für unser Schicksal am Ende selbst verantwortlich, die Wut und der Hass sind normale menschliche Emotionen, wie wir damit umgehen ist allerdings die wichtige Frage. Und mit der Philosophie Buddhas können wir ein selbstbestimmtes Leben erreichen, ohne Dinge zu tun, die wir dann im Nachhinein bedauern.

Buddhismus ist ein Antiaggressionstraining der mentalen Art, Anhänger der indischen Philosophie sind selten wütend oder aggressiv. Meditation und Yoga sind hervorragend geeignet um die Gefühle zu kanalisieren.

Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel!

 

Was du denkst, das wirst du. Was du fühlst, zieht dich an. Was du dir vorstellst, erschaffst du

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Disziplin im Krieg zählt mehr als Wut

Niccolo Machiavelli – Florentinischer Politiker und Diplomat – 1469 bis 1527

Der Kern des Staates besteht aus Wut und Gier

Sunzi – Chinesischer General und Militärstratege – 543 bis 495 vor dem Jahr Null

Er legte sich zurück, bedeckte die Augen mit einem Arm und versuchte, sich an seine Wut zu klammern, denn mit dieser Wut fühlte er sich tapfer. Ein tapferer Mann konnte denken. Ein Feigling nicht

Stephen King – Amerikanischer Schriftsteller – geboren 1947

„In den Tagen die folgten, stellte ich fest, dass ich besser mit Wut umgehen konnte als mit Trauer

Emily Giffin – geboren 1972

Die aus einer Mischung aus Frust und Dumpfbackigkeit geborene und gewaltsam in die Welt geworfene Wut gehört zu den Grundrechten derer, die uns darauf aufmerksam machen, dass die Demokratie eine gefährdete Staatsform ist

Stefan Hölscher – Philosoph, Psychologe, Managementberater, Trainer und Coach 1965

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