Gefangen?

Gefangen?

Sind Sie ein Gefangener Ihrer Gedanken?

Aus unseren Gedanken entstammen die Entscheidungen, die dann über unser Leben bestimmen. Gedanken wie etwa, wo wir wohnen, mit wem wir leben, was wir essen, welche Arbeit wir ausführen, ob wir Hunde oder Katzen mögen, ob wir dick oder dünn sind, ob wir fleissig oder faul sind, die Liste ließe sich tagelang fortsetzen.

Bei manchen Menschen kommt dann der Tag, an dem sie aufwachen und feststellen, dass sie in einer Glaskugel gefangen sind, einer Kugel, die sie sich selbst gebaut haben, in mühevoller Arbeit.

Durch das Glas sehen sie dann andere Menschen, Landschaften und Begebenheiten, schnell wird die Kugel als Gefängnis empfunden, die Früchte im Garten des Nachbarn sehen ja so viel besser aus!

Viele Menschen fangen nun an zu rebellieren, sie schreien aus voller Seele, klopfen und hämmern auf das Glas, aber alles bleibt, so wie es war, absolut NICHTS ändert sich.

Es wird sich solange NICHTS ändern, wie die Betroffenen nicht verstehen, dass das Glas um sie herum selbst hergestellt wurde, durch die Macht der Gedanken. Keinesfalls hat es etwa ein „Schöpfer“ um sie herumgebaut, um Ihnen das Leben schwer zu machen, NEIN, sie selbst machen sich das Leben schwer.

Eine wirkliche Veränderung kann nur durch die Lehre Buddhas erfolgen, das Glas kann innerhalb kurzer Zeit in tausende Scherben zerspringen, wenn die Menschen denn wollen.

Die Suche nach dem Menschen, der sie nicht sind, der beschäftigt so sehr, das Forschen nach einem Ort der Glückseligkeit ist zeitintensiv, morgen, ja, morgen wird alles besser.

Wie können wir die Glaskugel, in der wir leben, endgültig zerstören, wie zu unserem Selbst finden? Nun, die Lösung liegt keinesfalls im Aussenbereich, sondern sie liegt in uns, in unserem Ich. Also innerhalb der Glaskugel, wir müssen diese Kugel untersuchen, sie schätzen, sie pflegen, dann erst wird sie „zerspringen“.

Wir müssen nicht die Kugel „verlassen“, nein, wir müssen uns innerhalb der Kugel „umsehen“. Wie komme ich hierher, wo komme ich her, wo gehe ich hin, warum habe ich genau diese Kugel gebaut?

Ihr Weg führt in die Kugel, in Ihre Persönlichkeit, hören Sie auf mit sich selbst zu kämpfen, der Weg war schon immer das Ziel!

Was glauben Sie, was könnten Sie in Ihrer Glaskugel so alles finden? Wenn Sie wirklich achtsam und klar vorgehen, was wird mit Ihnen passieren, wenn Sie sich auf die Reise einlassen?

Wie entkommen wir? Können wir entkommen? Oder besser, dringen wir viel tiefer in die Sache vor?

Wir sind nicht abgetrennt vom Ganzen, egal wieviel Glas wir um uns anhäufen.

 

Glückseligkeit erreicht derjenige, der voller Achtsamkeit und Gleichmut ist

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Sich fügen heißt lügen

Erich Mühsam – Anarchistischer deutscher Schriftsteller – 1878 bis 1934

Die Frau ist nur frei geworden, indem sie eine Gefangene wurde

Simone de Beauvoir – Französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin des 20. Jahrhunderts – 1908 bis 1986

Wir sind Gefangene von der Macht der Gewohnheit

Franz Schmidberger – Deutscher Publizist – geboren 1942

Nur der Einzelne, der nicht in der Gesellschaft gefangen ist, kann sie grundlegend beeinflussen

Jiddu Krishnamurti – Spiritueller Lehrer indisch-brahmanischer Herkunft – 1895 bis 1986

Wer nicht geliebt hat, wer nicht zu lieben wagt oder nicht mehr lieben kann, lebt frühlingslose Jahre, er ist ein im Winter erfrorener und im Lenz nicht mehr knospender Baum. Er fristet sein Dasein im Kellergeschoss als der Gefangene seiner eigenen Fremde

Zenta Maurina – Lettische Schriftstellerin – 1897 bis 1978

Wir sind alle Gefangene, aber einige von uns leben in Zellen mit Fenstern und einige in Zellen ohne Fenster

Khalil Gibran – Libanesischer Künstler und Dichter – 1883 bis 1931

Angst kann dich gefangen halten, Hoffnung kann dich befreien

Stephen King – US-amerikanischer Schriftsteller – geboren 1947

Es gibt Augenblicke, in denen ich mich wie ein kleiner Vogel in einer großen schützenden Hand geborgen fühle. Gestern war mein Herz ein in der Falle gefangener Vogel. Jetzt ist der Vogel wieder frei und fliegt ungehindert über alles hinweg. Heute scheint die Sonne. Und jetzt packe ich mein Brot ein und mache mich auf den Weg

Etty Hillesum – Niederländische Lehrerin – 1914 bis 1943

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