Qi Gong für die Augen

Qi Gong

Qi Gong für die Augen

Über unsere Augen verlieren wir meist keine Gedanken. Erst wenn die Sehfähigkeit nachläßt kommt das Sinnesorgan in den Fokus.

Im Shaolin Tempel China wird im Rahmen von allgemeinem Gesundheits-Qi Gong immer auch eine Augenübung gemacht, die ich hier heute vorstellen möchte.

Nach der Lehre der Shaolin kann „man“ durch Übungen alles am und im Körper verbessern und verändern; ähnlich der Hornhaut, die sich z.B. bei Gartenarbeit an den Händen bildet, kann der menschliche Körper sich auf Unwägbarkeiten einstellen, und etwa Schutzmechanismen bilden.

So stärkt das Augen-Qi Gong jedenfalls die Augenmuskeln, die Bindehaut und auch die Augenlieder. Das gesamte Sinnesorgan wird gekräftigt, die Sehkraft verbessert sich.

Augen-Qi Gong:

Stehen Sie ruhig und konzentriert in einem eher dunklen Raum, die Knie sind ganz leicht angewinkelt.

Schließen Sie die Augen.

Stellen Sie sich jetzt zuerst in Gedanken vor, dass Ihre Augen eine komplette Drehung machen, also 360 Grad. In Gedanken blicken Sie nach oben, dann wandern die Augäpfel nach links, dann nach unten, weiter nach rechts, bis die volle Drehung abgeschlossen ist. Halten Sie nun einen Moment inne.

Jetzt machen Sie mit geschlossenen Augen genau diese Bewegung mit den Augen, blicken Sie nach oben, dann nach links, nach unten, weiter nach rechts, wieder bis die volle Drehung abgeschlossen ist, zwölf mal.

Nach einer Pause machen Sie dieselbe Übung zwölf mal in die andere Richtung, dann folgt wieder eine Pause.

Nun öffnen Sie die Augen und machen wieder zwölf Kreise mit den Augen in die eine Richtung; nach einer Pause folgt wieder zwölf mal die Bewegung in die andere Richtung.

Jetzt machen Sie eine längere Pause.

Reiben Sie ihre Handflächen fest aneinander, bis Sie Wärme in den Händen spüren, legen Sie die Handflächen über die geöffneten Augen (ohne diese zu berühren); nehmen Sie die Wärme der Hände durch Ihre Augen auf.

Wiederholen Sie die Reibungsübung neun mal.

 

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

– Antoine de Saint-Exupéry – Französischer Schriftsteller – 1900 bis 1944

Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein

– Mahatma Gandhi – Indischer Rechtsanwalt – 1869 bis 1948

Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen

– Jean Paul Sartre –  Französischer Philosoph – 1905 bis 1980

Man schließt die Augen der Toten behutsam; nicht minder behutsam muss man die Augen der Lebenden öffnen

– Jean Cocteau – Französischer Schriftsteller – 1889 bis 1963

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