Dienstag, April 16, 2024
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Nahtoderfahrung

Unter einer Nahtoderfahrung versteht man eine Erfahrung „nah am“ Tod, also fast gestorben sozusagen.

Man könnte es auch so ausdrücken, dass das Leben an sich eine durchgehende Nahtoderfahrung ist, wobei der beinahe Tote eben nochmal davon gekommen ist.

Die Möglichkeit, jetzt, in diesem Moment, zu sterben, die ist absolut real, genauso wie die Chancen auf ein Überleben stehen, jedenfalls am Ende wird gestorben.

Die Religionen dieser Welt suchen nach Erklärungen für das Schicksal „nach dem Tod“, war es das, oder gibt es doch das Paradies? Buddhismus unterscheidet sich von monotheistischen Weltanschauungen dadurch, dass jeder Beteiligte seine „Erleuchtung“ erfahren kann, nicht einer spirituellen Elite ausgeliefert ist.

Das Erlebnis nahe am Tod wird besonders in lebensbedrohlichen Situation empfunden, die Zeugen berichten von ähnlichen Problemen in ihren Geschichten. Eines Tages werden wir alle so eine Nahtoderfahrung machen, die dann zu einem Todesfall übergehen wird, dann, wenn wir sterben. Häufig kommen Tunnelsituationen vor, Lichterscheinungen kommen vor, Aufeinandertreffen mit verstorbenen Freunden oder Angehörigen gruseln das Publikum in jedem Horrorfilm.

Meinungen dazu gibt es reichlich, die Erklärungen sind spirituelle Ansätze und Schreckensgeschichten, Film und Kunst haben den Schauder als Genre erfunden, jedenfalls beeindruckt solch eine Erfahrung auch die Psyche der Betroffenen, das Sterben ist eben etwas sehr persönliches.

Das ganze Leben ist eine simple Nahtoderfahrung, denn jeder von uns ist schon mehrfach FAST gestorben, häufig ohne es zu wissen, unsere Privatsphäre ist verletzlich, wir wissen um unser Schicksal.

Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod, das fragt sich die Menschheit die ganze Zeit? Werden wir, auf die eine oder andere Weise, nach dem Tod weiterleben? Die meist religiöse Hoffnung auf ein Paradies hat an Glaubwürdigkeit verloren, das Bewusstsein hat sich emanzipiert.

Nahtoderfahrungen haben auch im Buddhismus die Autoren inspiriert, das Fortbestehen über den Tod hinaus bildet den Nukleus der Wiedergeburtslehre. Denn um wieder geboren zu werden sollte das Bewusstsein wenigstens in Teilen überdauern.

Die Erfahrungen sind meist ohne Körper, hier geistert nur der Geist, ohne das Jenseits zu betreten. Was bringt die Zukunft, was werden wir durchmachen? Und wie war die Rückkehr nach der Nahtoderfahrung?

Sind Sie schon einmal fast gestorben? Und was wären Ihre wahren Gefühle? Wo kommen wir her, wo werden wir hingehen?

Eine solche Erfahrung gibt das Erlebnis von Zeit und Raum als Einheit, was für das weitere Überleben auch eine gute Lehre sein kann.

Entweder man fängt nach solch einer Erfahrung an zu glauben, oder aber Fragen nach dem Sinn zu stellen. Buddhismus hat jedenfalls passende Antworten.

Der Weg ist das Ziel!

Nach dem Tode an einem warmen Bestimmungsort neu beginnen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Wenn man einmal den Tod erlebt hat, wie ich es getan habe, dann weiß man in Innersten: es gibt gar keinen Tod. Man geht immer nur weiter von einem zum nächsten – wie man weitergeht von der Grundschule zur Oberschule zur Hochschule

Raymond A. Moody – US-amerikanischer Psychiater und Philosoph – in: Leben nach dem Tod

Die Langzeitwirkungen von Nahtoderfahrungen und anderen mystischen Erfahrungen äußern sich oftmals in erhöhter hellseherischer Sensibilität und dem vermehrten Auftreten von Fügungen

James Redfield – US-amerikanischer Autor – in: Die Erkenntnisse von Celestine – geboren 1950

Zum Schamanen berufen ist der Mensch, welcher eine todbringende Krise überlebte und die Erfahrung der Ausgrenzung, der physischen und psychischen Bedrohung produktiv umzusetzen vermochte

Gottwald/Raetsch – Schamanische Wissenschaften

Man muß das Gefühl seines Lebens als eines ruhig Gleitenden in sich erwecken. In dem Moment, wo dies gelingt, ist man dem Tode ebenso nah wie dem Leben. Man lebt nicht mehr, – nach unseren irdischen Begriffen, – aber man kann auch nicht mehr sterben, denn mit dem Leben hat man auch den Tod aufgehoben. Es ist der Augenblick der Unsterblichkeit, der Augenblick, wo die Seele aus unserem engen Gehirn in die wunderbaren Gärten ihres Lebens tritt

Robert Musil – Österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker –  1880 bis 1942 – in: Die Verwirrungen des Zoeglings Toerless

Wir müssen nicht erst sterben, um ins Himmelreich zu kommen. Tatsächlich genügt es, vollkommen lebendig zu sein. Atmen wir aufmerksam ein und aus und umarmen wir einen schönen Baum, sind wir im Himmel. Wenn wir einen bewußten Atemzug machen und uns dabei unserer Augen, unseres Herzens, unserer Leber und unserer Nicht-Zahnschmerzen bewußt sind, werden wir unmittelbar ins Paradies getragen. Frieden ist vorhanden. Wir müssen ihn nur berühren. Sind wir vollkommen lebendig, können wir erfahren, daß der Baum ein Teil des Himmels ist und daß auch wir Teil des Himmels sind

Thich Nhat Hanh – Vietnamesischer, buddhistischer Mönch – in: Das Glück einen Baum zu umarmen – 1926 bis 2022

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