Dienstag, Juli 16, 2024
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WillensKraft

Es ist so eine Sache mit dem Willen, er entwickelt manchmal unglaubliche Kräfte. Zwar sollten wir nach dem großen Lehrer nichts wollen, aber im täglichen Leben fallen wir häufiger in unsere angelernten Verhaltensweisen zurück.

Es ist ein unglaublicher Unterschied, ob wir unsere täglichen Aufgaben und Erledigungen mit Freunden oder mit Widerwillen ausüben. Ein nur für uns wichtiger Umstand, vielleicht noch für unsere direkte Umgebung von geringer Bedeutung, der Rest der Welt aber hat kein Interesse an unserem Befinden.

Wie will ich an die Dinge herangehen, an den Job, an meine Pflichten, an mein Leben? Will ich wollen, oder will ich nicht wollen? 

Wer „will„, der wird ein schönes Leben führen, mühelos die Schritte des Tages gehen. Wer aber nicht „will„, der wird sich unwohl fühlen, mühevoll durch die Zeit stapfen.

Wir unterscheiden Dinge und Menschen danach, ob wir sie „wollen“, oder nicht. Je nachdem wie unsere Entscheidung ausfällt, nur was wir auch wollen werden wir „gerne“ tun, was wir nicht „wollen“ werden wir versuchen zu meiden, zu verschleppen, auszusitzen. Nach Buddha sollen wir nichts wollen, weil eben das Wollen unsere Leiden erst erschafft. Wer nichts will, der will auch nicht nichts, der nimmt was kommt, der wird nicht enttäuscht wenn es nicht so kommt wie er „wollte“.

Wer aber auch noch gezwungen ist das zu tun, was er nicht „will“, etwa weil es eben „sein muss“, der ist in seinem mentalen Gefängnis angekommen, in das er sich selbst gesteckt hat.

Angenommen, Sie würden die selbe Handlung nochmals vornehmen, aber dieses Mal „wollen“, dann wäre alles gleich, nur Sie nicht, die Herangehensweise wäre eine völlig andere, sonst würde sich überhaupt nichts ändern. Was Ihnen vorher so schwer gefallen ist, das würde jetzt leichter „von der Hand“ gehen, das ist der einzige Unterschied.

Kein Mensch hat nur mit Menschen und Dingen zu tun, die er/sie mag, gut findet und gerne macht. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Entweder Sie stehen voll hinter Ihrem Karma, Sie bejahen Ihr Schicksal, oder das Leben wird sehr hart für Sie sein (und noch härter werden). Was im Leben auch immer kommen mag liegt nicht in unserer Macht, wohl aber, was und wie wir damit umgehen.

In Ihrer Gegend ist es nicht so schön? Das kommt darauf an, wenn sie es schön finden, dann ist es der schönste Flecken auf der Erde. Wenn Sie Ihren Partner schön finden, dann ist er/sie es auch. Sie können eben wählen, wie Sie mit der Situation, mit den Menschen, mit Ihrem Gedankenpalast umgehen wollen.

Wenn Sie also willig sind, dann werden Sie ein „schönes“ Dasein führen, wenn nicht, dann eben nicht. Es ist Ihre Entscheidung, abhängig von Ihrer Willenskraft.

Der Weg ist das Ziel!

Denn Willen nenne ich das Wirken, denn ist der Wille da, so wirkt man, sei es in Werken, Worten oder Gedanken

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Tu seinen Willen, als sei es dein Willen, damit er deinen Willen als seinen Willen tue. Brich deinen Willen vor seinem Willen, damit er den Willen anderer vor deinem Willen breche

Talmud – 

Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zur Macht; und noch im Willen des Dienenden fand ich den Willen, Herr zu sein

Friedrich Nietzsche – Deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller – 1844 bis 1900

Schwer kämpft der Wille wider bess’ren Willen

Dante Alighieri – Italienischer Dichter und Philosoph – 1265 bis 1321

Wir Subalternen haben keinen Willen

Friedrich von Schiller –  (Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller) – Deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker – 1759 bis 1805

Der Pessimist wider Willen, das ist der echte

Marie von Ebner-Eschenbach (Marie Freifrau Ebner von Eschenbach) – Österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin – 1830 bis 1916

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