Samstag, Mai 21, 2022
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Das Ende der üblen Zustände

Was sind üble Zustände? Gut, ein Buddhist wird eine andere Antwort geben wie ein Nicht-Buddhist, ein junger Mensch nicht wie ein älterer antworten, ein Bewohner eines warmen Landes anders entgegnen wie einer aus einer kalten Gegend.

Nach dem Erhabenen sind üble Zustände aber die düsteren Neigungen, wie etwa die Neigung zur Abneigung, oder auch die Neigungen zur Begierde oder zum Begehren.

Auch die Neigung nach Werden oder Scheinen, nach Dünkel und Missgunst, nach schlechter Rede und nach Gemeinheit, die gehören nach dem Vollkommenen zu den üblen Umständen. Besonders aber die Neigung zum Gebrauch von Waffen, sowie die Neigung zur Ahnungslosigkeit sind üble Zustände.

Die Neigung zu Unfrieden und Streit, Zank und Geläster, die sind ebenfalls üble Zustände, die Buddha in seinen Lehrreden immer wieder anprangerte.

Nur ein Mensch, der mit niemandem streitet, nicht nach Sinnesvergnügen sucht, nicht verwirrt ist, der hat keinen Kummer, wünscht nichts, der will auch nichts.

Der Vollkommene sieht, weil er sieht, er hat das besondere Auge, er spricht die Dinge aus, die Bedeutung haben, er verkündet den Weg, den die Lehre aufzeigt, er ist der Herr, er hat das Wissen, er kann erläutern, aufzeigen, unterweisen, so dass die üblen Zustände beendet werden.

Der Erhabene zeigt auf, wie durch die Formen ein Bewußtsein für unser Sehen entsteht, durch den Körperkontakt ein Bewußtsein für unseren Tastsinn, durch Geräusche ein Bewußtsein für unser Hören, durch Geschmäcker ein Bewußtsein für unser Geschmackssinn, durch Gerüche ein Bewußtsein für unser Geruchssinn, durch das Gehirn ein Bewußtsein für unser Denken.

Jeglicher Kontakt unserer Sinne erzeugt ein Bewusstsein, welches man wahrnimmt, und in der Folge etwas fühlt, worüber man nachdenkt, was man weiterhin formulieren kann. Daraus machen die Menschen dann ihre Konzepte, Systeme und Wertvorstellungen, durch unseren Geist entsteht ein Geistesbewusstsein. Alles, was mit dem Geist erfahrbar scheint, wird zur Fessel, jenseits der ursprünglichen Quelle.

Aus dem ursprünglichen Kontakt folgt ein Gefühl, welches eine Wahrnehmung hervorruft, die das Denken ermöglicht, wodurch Kategorien, Konzepte und Systeme folgen, die immer weiter erklärt werden, um durch das Denken dann in Gefahr verwandelt zu werden. Wenn aber am Anfang keiner unserer Sinne angesprochen wird, dann wird auch das Denken zur Ruhe kommen, keine Gefühle aufkommen.

Die üblen Zustände basieren alle auf Auslösern, die es zu bestimmen gilt. Wenn hier nichts mehr ausgelöst wird, nichts gefunden wird, keinen Klang mehr auslöst, keine Bilder, keine Vorstellungen, dann kommen die üblen Neigungen zu einem Halt.

Der Erhabene wies seine Anhänger an, dies so zu sehen, wie wenn ein Hungernder einen Honigkuchen essen würde, so müsse der Suchende die üblen Zustände aufspüren, weshalb diese Lehrrede auch als die Honigkuchen-Lehrrede Bekanntheit erreichte.

Der Weg ist auch hier das Ziel!

 

Eigner Fehler sieht sich schwer

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Die Definition der Bewusstheit ist kurz gefasst folgende: die ständige Prüfung sämtlicher körperlicher und geistiger Zustände

Shantideva (Königssohn aus Südindien) – Mönch im Großkloster Nalanda – wahrscheinlich 7. bis 8. Jahrhundert nach dem Jahr Null

Es ist das Leben, das die unwahrscheinlichsten Zustände anstrebt

Antoine de Saint-Exupéry – Französischer Schriftsteller – 1900 bis 1944

Alle schlimmen Zustände sind aus guten Anfängen entstanden

Gaius Julius Caesar – Römischer Staatsmann, Feldherr und Autor – 100 bis 44 vor dem Jahr Null

Begierden verdunkeln selbst die höchsten und erhabensten Zustände des Geistes

Padma Sambhava (von den Tibetern als zweiter Buddha verehrt, brachte im 8. Jh. den Buddhismus nach Tibet, „Das tibetische Buch der großen Befreiung“) – um 800 nach dem Jahr Null

Gleich dem Philosophen platonischen Schauens, ist der Dichter ein Beobachter aller Zeiten und aller Zustände

Oscar Wilde (eigentlich Oscar Fingal O’Flahertie Wills) – Irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor – 1854 bis 1900

 

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