Samstag, Mai 21, 2022

Beinahe

Beinahe hätten wir (meine Freundin und/oder ich) drei Flüge hintereinander verpasst, es war absolut ausgeschlossen diese noch zu erreichen, und trotzdem haben wir sie bekommen.

Egal was wir gemacht hätten, unter keinen Umständen hätte es einen Unterschied gemacht, es war nicht in unserem Einflussbereich hier etwas auszurichten. Wir hatten keinerlei Einfluss, das Geschehen rollte über uns hinweg, und trotzdem gingen die Geschichten für uns „gut“ aus, jedenfalls hätte uns beinahe gröberer Unbill gedroht, wenn wir nicht in die Flugzeuge gekommen wären.

Einmal hätte ich beinahe einen neuen Flug kaufen müssen, einmal meine Freundin, die dann auch noch ein sog. Overstay in ihrem Pass eingetragen bekommen hätte, was ihr ein neues Visa für Deutschland für ein Jahr verwehrt hätte (jede Menge Hätte in diesem Text). Wäre sie nicht nachts aufgestanden, hätte sie nicht ihr Handy in die Hand genommen, sie hätte die eMail bezüglich der Flugplanänderung nicht gesehen.

Dann, beim letzten Mal traf es wieder sie, die wegen einer Regeländerung ihres Landes dann beinahe wieder den Flug verpasst hätte. 

Beinahe, das kann ganz knapp daneben gehen, oder super „gut“, wie es sich dann entwickelt, das zeigt die Zeit, aber erst einmal ist es, wie es ist. Hundert Menschen laufen unter dem kaputten Dach entlang, beim hundertundersten Passanten lockert sich der Dachziegel und fällt ihm auf den Kopf. Dumm gelaufen, so sagt der Volksmund.

Beinahe hätte ich die richtigen Kreutzchen auf dem Lottoschein gemacht, beinahe das günstige Angebot bekommen, beinahe den Urlaub gebucht. Hab ich aber nicht.

Das Schicksal entscheidet über die Belange, je nachdem was in unserem Karma bereitgehalten wird. Wir können sehr wenig daran ändern, das habe ich an den beinahe verpassten Flügen wieder gesehen. 

Drei Menschen stehen bei einem Gewitter auf einem großen Platz, dann schlägt der Blitz bei dem in der Mitte ein, er ist sofort tot, die beiden Anderen wären beinahe gestorben. Es ist unglaublich, welche Geschichten das Leben so spielen kann, manche kann „man“ sich nicht ausdenken, so wie sie dann „in echt“ vorkommen. 

Wer also wieder etwas verpasst, oder es gerade noch so schafft, der sollte sich überlegen warum das so sein sollte? Denn nach Buddha bestimmen wir mit unseren Gedanken die Welt. Aber sind wir uns dessen bewusst, oder lassen wir uns durch eine Abfolge von „BEINAHE“ einfach nur treiben? 

Ich für meinen Teil überlege immer, warum etwas so gekommen sein könnte, ich versuche hinter die Kulissen zu blicken. Das Karma gibt uns die Karten, das können wir nicht beeinflussen, aber welche wir ausspielen, das entscheiden wir selbst.

Der Weg ist jedenfalls (beinahe) das Ziel!

 

Frage nicht nach der Abkunft, sondern frage nach dem Betragen; denn wahrlich, aus Holz erzeugt sich Feuer

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Beinahe ist noch nicht halb

Deutsches Sprichwort – 

„Vielleicht“ und „beinahe“ sind leibliche Vettern

Belgisches Sprichwort – 

Beinahe und fast sind immer große Lügner gewesen

Schottisches Sprichwort – 

Mit einem Beinahe darf man sich nie zufrieden geben

Französisches Sprichwort – 

»Vielleicht«, »beinah« und »wenn« sind drei Brüder

Livländisches Sprichwort – 

 

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