Samstag, Mai 21, 2022
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Die vier Furchtlosigkeiten des Buddha

Buddhisten gehen ohne Furcht durch das Leben denn sie wissen, dass sowieso alles so kommt, wie es kommen muss. Dabei folgen die Anhänger dieser Philosophie dem historischen Buddha, der als Vorbild für nachfolgende Generationen den mittleren Weg zur „Erleuchtung“ wählte.

Aber wie wird „man“ furchtlos, was sind eigentlich die vier Furchtlosigkeiten des Buddha?

1. die Furchtlosigkeit im Zusammenhang mit der Verwirklichung aller Dinge

Können wir alle Dinge so verwirklichen, wie wir es uns vorstellen? Ständig zweifeln wir, wir fragen uns, ob wir gut genug sind, ob wir es schaffen können, ob wir den Beschwernissen des Lebens gewachsen sind. Ein ganzer Haufen völlig sinnloser Fragen, die uns (durch unser Ego) die ganze Zeit über quälen. Warum sollten wir nicht unsere Buddha-Natur finden können, sie ausleben und pflegen? Furchtlos und im Vertrauen auf Buddha.

2. die Furchtlosigkeit im Zusammenhang mit dem Wissen der Beendigung aller Verunreinigungen

Der erste Schritt auf dem mittleren Weg des Buddhas ist es, sicher allen (geistigen) Verunreinigungen aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört, sich über sich selbst klar zu werden. Wer bin ich, woher komme ich, wohin werde ich gehen? Dann, in einem zweiten Schritt, keine Schuld mehr zuzulassen, denn ich „folge“ meinem Karma, bin daher frei von Schuld, kann in der Folge die geistigen Verunreinigungen abbauen, zu einem Ende kommen lassen. Furchtlos und im Vertrauen auf Buddha.

3. die Furchtlosigkeit im Zusammenhang mit der Voraussicht hinsichtlich der andauernden Hindernisse

Wer kennt sie nicht, die Hindernisse im Leben? Ständig passiert etwas, Menschen kommen und gehen, Begebenheiten sammeln sich wie Wellen, wir denken, dass das Schicksal hier Hindernisse in unseren Weg baut, Steine auf unseren Pfad legt. Wir wissen aber heute gar nicht, wie sich ein Ereignis in Zukunft zeigen wird, aus „schlecht“ kann schnell „gut“ werden, und aus „gut“ wird dann „schlecht“. Ausserdem sollen wir nach dem Lehrer aller Lehrer auch nicht werten. Was also gerade wie ein Hindernis erscheint, das kann ein Glücksfall werden (und umgekehrt natürlich auch). Und andauernd, das gibt es auf dieser Welt nicht, alles ist endlich. Furchtlos und im Vertrauen auf Buddha.

4. die Furchtlosigkeit im Zusammenhang mit der Richtigkeit des Pfades, der zur Befreiung führt

Wer auf dem mittleren Weg des Buddhas vorangekommen ist, der zweifelt vielleicht an einer Abzweigung, an einer besonderen Kreuzung im Leben. Dafür gibt es meist einen klaren Grund, das Teufelchen auf der Schulter redet dem Ego zum Munde, die Ängste kommen hoch, schnell ist wirklich alles anders, was gerade noch klar war, das ist jetzt in Frage gestellt. Wir denken dabei an den Buddha, der den Weg bereits vor uns ging, der ebenfalls Zweifel, Ängste, Sorgen und Nöte verspürte (er war ein Mensch wie Du und ich), und dann gehen wir einfach weiter. Furchtlos und im Vertrauen auf Buddha.

Denn es gilt: Der Weg ist das Ziel!

 

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Die Unzulänglichkeit kommt daher, daß die Menschen habgierig und voller Begierde sind, und deswegen unheilsame Furcht und Schrecken spüren

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Die Furcht entsteht viel früher als alles andere

Leonardo Da Vinci – Italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph – 1452 bis 1519

Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen

Marie Curie – Französische Physikerin polnischer Herkunft – 1867 bis 1934

Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht

Michel De Montaigne – Jurist, Skeptiker und Philosoph, Humanist und Begründer der Essayistik – 1533 bis 1592

Die schlimmste Furcht ist die Furcht vor dem Leben

Theodore Roosevelt – US Amerikanischer Politiker, 26. Präsident der USA – 1858 bis 1919

Du hast deine Furcht überwunden. Das ist weitaus mehr wert, als keine Furcht zu haben

Hans Bemmann – Österreichischer Schriftsteller – 1922 bis 2003

 

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