Menschen sind soziale Tiere

Menschen sind soziale Tiere

In uns steckt ein starker Trieb, wir wollen uns mit anderen Menschen verbinden, wir brauchen Nähe, Intimität, eine Gruppe.

Die Natur hat uns geformt, durch Chemikalien (Pheromone) werden wir von anderen Personen angezogen, wenn der Chemiecocktail stimmt, dann gibt es kein Halten mehr.

Auch von der mentalen Ebene aus wünschen wir einen Partner, wir wollen nicht „alleine“ sein, wir möchten uns so gerne verlieben.

Am liebsten bleiben die Menschen in einer Gruppe, die Gemeinschaft gibt Geborgenheit, Ruhe und Sicherheit. Wer sich einmal einer Gruppe angeschlossen hat, der gibt das natürliche Misstrauen gegenüber den Anführern auf, fügt sich in bestehende Hierarchien.

Wenn nun aber Zweifel über die Richtigkeit der gemeinsamen Handlungen auftauchen, dann fällt ein kritisches Hinterfragen meist schwer, denn die Konsequenz wäre, die Zweisamkeit oder die Gruppe zu verlassen.

Unsere soziale Natur lässt uns daher viele Dinge „schlucken“, nur um nicht alleine sein zu müssen, um nicht zu vereinsamen. Alleine kochen oder essen, das macht auch wenig Freude, und die Selbstgespräche werden mit der Zeit auch immer eintöniger.

Aber wo ist die Grenze, ab wann lassen wir uns zu viel bieten, wann müssen wir klar machen, was zu tun ist? Sozial hin, sozial her, unsere Partner (in der Zweisamkeit und in der Gruppe) wissen von der hohen menschlichen Toleranzgrenze, weil wir eben nicht alleine sein wollen.

Haben Sie schon einmal versucht alleine zu bleiben, für einen Tag, oder für eine Woche ohne den Partner in den Urlaub zu fahren ? Ohne die soziale Gruppe, ohne die vertraute Zweisamkeit?

Oder sind Sie schon sehr lange alleine, und sehnen sich nach einem Partner?

Das, was man hat, das schätzt man zu wenig, das, was man nicht hat, das erscheint besonders und verlockend.

Der Herdentrieb macht uns einsam und gefügig, lassen Sie sich nicht ausnutzen, manche Geschäftemacher zielen bewusst auf unsere unterbewussten Ängste.

Haben Sie sich über ihre sozialen Kontakte einmal Gedanken gemacht? Welche sozialen Verbindungen haben Sie, wie sind die Wertigkeiten? Wenn Sie die drei wichtigsten Menschen benennen müssten, wer wäre das? Und welche Probleme gibt es im Zusammensein?

Welcher Gruppe gehören Sie an (oder würden ihr gerne angehören)? Was sind die Gründe, weshalb Sie dieses soziale Umfeld gewählt haben?

Was sind die Probleme, die Ihnen im zwischenmenschlichen Bereich häufig begegnen? Woran könnten die Beziehungen zu anderen Menschen hapern?

Wer sich bewusst ist, dass er ein soziales Wesen ist, der hat den rechten Pfad beschritten, kein Mensch ist eine Insel.

Der Weg ist das Ziel!

 

 

Erarbeite deine eigene Erlösung. Mach dich nicht von anderen abhängig

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Unterschätze niemals die Macht dummer Leute in großen Gruppen

George Carlin – US-amerikanischer Komiker – 1937 bis 2008

Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel

Friedrich Nietzsche – Deutscher klassischer Philologe und Philosoph – 1844 bis 1900

Macht ist immer korrumpierend, und keinem Menschen und keiner Gruppe darf man zu viel davon und auf lange Zeit anvertrauen

Aldous Huxley – Britischer Schriftsteller – 1894 bis 1963

Wenn alle Religionen zusammenarbeiten, können sie sowohl für Gott als auch für die Menschheit etwas Großes und Gutes vollbringen. Nur die gemeinsamen Gebete und die Freundschaft der Sucher und Anhänger aller Weltreligionen werden bewirken, dass die höchste Liebe und das höchste Mitleid von oben herabkommen. Und nur, wenn Gottes Liebe und Mitleid in das Herz und das Leben der Menschheit herabkommen, kann sich das Antlitz und das Schicksal der Welt ändern

Sri Chinmoy – Indischer spiritueller Lehrer, Philosoph und Guru – 1931 bis 2007

Vermeide die Gesellschaft von drei Gruppen von Menschen – nachlässigen Gelehrten, heuchlerischen Koranlesern und dummen, angeblichen Sufis

Yahya ibn Mu’adh ar-Razi – Persischer Sufi – 830 bis 871

Mein Großvater sagte mir einst, dass es zwei Sorten von Menschen gäbe. Die, die arbeiten und die, die sich die Lorbeeren für diese Arbeit einheimsen. Er sagte mir, ich solle versuchen in der ersten Gruppe zu sein; es gäbe dort viel weniger Konkurrenz

Indira Gandhi – Premierministerin Indiens – 1917 bis 1984

Ich beurteile die Menschen in meiner Umgebung nicht nach Herkunft, Hautfarbe oder Religion, sondern danach, ob sie – grob gesprochen – auch andere Meinungen als die eigenen gelten lassen. Ich bin tolerant bis an die Grenze der Selbst­verleugnung, nur gegenüber einer Gruppe von Menschen will ich nicht tolerant sein: gegenüber den Intoleranten, die sich selbst zum Maß aller Dinge erheben und mir entweder ewiges Leben im Paradies versprechen, wenn ich ihnen folge, oder einen Logenplatz in der Hölle, wenn ich mich ihnen verweigere

Henryk M. Broder – Deutschsprachiger Journalist und Schriftsteller – geboren 1946

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