Gut und Böse

Gut und Böse

Gut und Böse sind subjektive Empfindungen, also nur eine Meinung, eine Wertung, die wir Menschen über Dinge und Lebewesen treffen.

Nach Buddha sollen wir aber nicht werten, sondern die Begebenheiten so akzeptieren, wie sie in unser Leben kommen.

Für „Gut“ und „Böse“ gibt es keine objektiven Kriterien, niemand hat die moralische Überlegenheit, für andere Individuen derartige Standards zu setzen.

Was der eine Betrachter als „gut“ empfindet, das ist für einen Anderen „schlecht“. Was einen Mann anmacht, das stört die Frau neben ihm.

Die meisten Menschen machen den Fehler zu glauben, dass ihre Auffassung von „gut“ und „böse“ allgemein gültig sein muss. Wer allerdings versteht, dass dies eben nicht so ist, der hat auf dem Weg zur „Erleuchtung“ wieder ein Stück zurückgelegt.

Also, was ist für Sie „Gut“, und was sehen Sie als „Böse“? Wenn Sie so darüber nachdenken, was glauben Sie, warum sehen Sie die Kategorien so, welche Gründe lassen Sie manche Dinge und Menschen als „gut“ oder „böse“ erscheinen?

Die allgemeine Stimmung bewertet „Gut“ und „Böse“ immer wieder neu, abhängig vom Zeitgeist und der moralischen Stimmung ist alles einem ständigen Wandel unterworfen. Was heute noch „gut“ war, kann morgen schon „Schlecht“ oder gar „Böse“ sein.

Bei der Einschätzung werden wir durch unsere Umwelt beeinflusst, nur wenige Menschen kommen zu ihren Wertungen aus eigenem Überlegen. Nach Buddha sollen wir überhaupt nicht werten, jegliche Urteile (Vorurteile) unterlassen, immer Dinge neu betrachten, aber eben nicht über sie werten. So wie es ist, so ist es eben, so wie es kommt, so ist es gut, die Lehre des Lehrers aller Lehrer sagt, dass wir stoisch alles akzeptieren sollen, keinesfalls dabei eine Schuld suchen dürfen.

Es ist, wie es ist, es kommt so, wie es kommen muss.

Denn „Gut“ und „Böse“ gibt es nicht, sie existieren nur in unserer Vorstellungswelt, es gibt kein unverdientes Glück, und natürlich auch kein unverdientes Unglück.

Der buddhistische Weg zur Erleuchtung ist frei von Wertung, kommt ohne Wünschen und Wollen aus. Wer sich nicht mehr über die Dinge oder Menschen ärgert, der schont auch seine Nerven. Der Weg Buddhas ist ein kluger Weg. 

Werden Sie es für einen Tag schaffen, Ihre Wertungen von „Gut“ und „Böse“ einmal umzudrehen, sich also in die „andere“ Position zu versetzen? Die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen, sich in die Schuhe von Ihrem Gegenüber zu setzen?

Wenn es kein „Gut“ und kein „Böse“ gibt, dann gibt es auch keine Positionen, keine Blickwinkel. Oder wie Buddha es formulierte: Es gibt keine Form und keine Leere!

Der Weg ist das Ziel!

 

Es gibt zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann – nicht den ganzen Weg gehen und nicht anfangen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte

Marie von Ebner-Eschenbach – Österreichische Schriftstellerin – 1830 bis 1916

Man ist in Deutschland allzu bereit, sich offenkundig zum Bösen zu bekennen, solange es so aussieht, als wollte diesem die Geschichte recht gebe

Thomas Mann – Deutscher Schriftsteller – 1875 bis 1955

Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist

Augustinus von Hippo – Bischof von Rom – 354 bis 430

Auf böse Menschen ist Verlass. Sie ändern sich wenigstens nicht

William Faulkner – US-amerikanischer Schriftsteller – 1897 bis 1962

Revolution: das Feuer, an dem die einen verbrennen und die anderen ihre Suppe kochen

John Carrick – 

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