Die lange Weile

Die lange Weile

Das Leben sei langweilig geworden, so hört man gerade überall.

Kaum noch Arbeit, keine Ausgehmöglichkeiten, ständig das selbe Geschwätz im Fernseher, die Menschen haben den Corona-Blues.

Vor der großen Krise waren wir ständig auf der Suche nach Zerstreuung, aber jetzt gilt es, sich mit sich „selbst“ zu beschäftigen, so ein Ärger, das unangenehme Gefühl des erzwungenen Nichtstuns schlägt auf die Gemüter. Monotone Tage reihen sich aneinander, aus der ursprünglichen Ruhe entsteht nun Frustration, schnell wurden viele des Lebens überdrüssig, Angst und Verzweiflung mit Depressionen, bis hin zu immer häufigeren Selbstmorden, sind die Folgen.

Dabei wäre die große Langeweile doch eine hervorragende Zeit, um sich selbst einmal besser zu erkunden, die Prioritäten neu zu fassen, das eigene „Ich“ zu erkunden.

Statt dessen flüchten immer mehr Betroffene in die mentale Isolation, konsumieren Alkohol und Drogen, lassen sich aus der Flimmerkiste berieseln. Nur nicht Nachdenken, den Kopf in den Sand stecken, das ist ja so viel „einfacher“.

Ja, zur Zeit bietet das Leben weniger Abwechslung, es ist kaum noch möglich, sich auf die üblichen Arten „zu zerstreuen“. Aber müssen wir uns immer ablenken, ist das menschliche Leben gar so furchtbar, als dass wir ständig vor unserem Schicksal „davon laufen“ müssten?

Doch wohl eher NICHT!

Unser Leben ist keinesfalls langweilig, wenn wir anfangen, uns um die wirklich wichtigen Dinge „im Leben“ zu kümmern.

Wie das Wort „Langeweile“ schon sagt, es ist eine lange Weile, die wir durchqueren müssen, das Leben ist, wie es ist. Der Weg, der vor uns liegt, ist nicht immer schön, nicht immer einfach zu gehen, manchmal steinig und schwierig, aber es ist unser Weg. Abhängig vom Karma, verbunden mit vielen anderen menschlichen Schicksalen, manchmal hart, manchmal ganz leicht „zu gehen“.

Die lange Weile ist eine Frage der Betrachtung. Wer das Glas als „halb leer“ ansieht, der wird sich langweilen. Wer aber hier eine Chance sieht, der kann „nach vorne“ blicken, sich den Moment zu nutze machen.

Ich für meinen Teil habe die Zeit genutzt, meinen Sport weiter verbessert, mich um meinen Körper gekümmert, und auch um meine „Seele“. Ich habe die lange Weile als einen ganz wichtigen Augenblick in meinem Leben angesehen, um mich mit mir selbst auseinander zu setzen.

Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo werde ich hingehen? Das sind die Fragen, der sich jede menschliche Existenz stellen muss. Und die lange Weile, die ich nun ohne wesentliche Zerstreuungen verbracht habe, die habe ich dazu genutzt.

Die Lehre Buddhas bedeutet mir sehr viel, sagte der Lehre aller Lehrer doch, dass wir das Leiden beenden sollen, um „Erleuchtung“ zu finden.

Wenn Sie aber gerne weiterhin leiden, dann sollten Sie das auch tun!

Langeweile muss nicht sein.

 

Finden Sie es eine interessante Herausforderung, sich mit der Langeweile auseinanderzusetzen?

Douglas Adams – Britischer Schriftsteller – 1952 bis 2001

Langeweile: Der Wunsch nach Wünschen

Leo Tolstoi – Russischer Schriftsteller – 1828 bis 1910

Man muss im Leben wählen zwischen Langeweile und Leiden

Germaine de Staël – Französische Schriftstellerin – 1766 bis 1817

Die schlimmste Krankheit ist Langeweile

Freddie Mercury – Britischer Rocksänger – 1946 bis 1991

Das Leben ist kurz, aber die Langeweile verlängert es

Jules Renard – Französischer Schriftsteller – 1864 bis 1910

Unser größter Feind ist die Langeweile

Voltaire – Autor der französischen und europäischen Aufklärung – 1694 bis 1778

Die Belohnung für Langeweile sind Sicherheit und Geborgenheit

Hanif Kureishi – Britischer Schriftsteller – geboren 1954

Langeweile! Du bist Mutter der Musen

Johann Wolfgang von Goethe – Deutscher Dichter und Dramatiker – 1749 bis 1832

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