Die Reise zum „Selbst“

Die Reise zum „Selbst“

Warum meditieren so viele Menschen überall auf der Welt?

Die meisten sind sicherlich auf der Suche nach ihrem „Selbst“, nach dem eigenen „Ich“, andere wollen zur „Ruhe“ kommen, einige wollen ihre Störungen behandeln, wieder andere laufen vor ihrem Leben davon, Gründe für Meditation gibt es so viele wie es Praktizierende gibt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Yoga, das bereits zu Lebzeiten Buddhas von vielen geübt wurde, und mit dem der große Lehrer häufig in Berührung kam. Auch hat er mit Yoga experimentiert, da augenscheinlich Yoga und Meditation sich auseinander entwickelten.

Buddha meditierte allerdings, um aus dem Kreislauf der Wiedergeburten befreit zu werden, da ihm klar war, dass das Leben schmerzlich und endlich sein muss. Egal wie viel Glück und Erfolg ein Mensch auch haben kann, alles wird vergehen, alles zerfällt irgendwann zu Staub.

Wer sich mit Buddhismus beschäftigt, der kommt am Thema Meditation nicht vorbei, zumal gerade Achtsamkeit und Harmonie immer bedeutender für viele Menschen werden.

Auf mich persönlich wirken Yoga und Meditation ausgesprochen positiv, so dass ich beide Techniken praktiziere. Gerade nach dem Öffnen der Gelenke bietet sich das Innehalten als Gegenpol förmlich an. Auch Qi Gong als meditative Atemübung gehört zu meinem Standardprogramm.

Die Kunst der Versenkung wurde in Europa aber gegenüber dem Yoga immer mehr vernachlässigt, die gesundheitliche Wirkung von Yogaübungen erschließt sich auch deutlich schneller.

Natürlich kann die Suche nach dem eigenen „Ich“ auch mit der klassischen westlichen Philosophie betrieben werden, was gerade in Europa über Jahrhunderte der vorherrschende Ansatz war. Der buddhistische und östliche Weg führt jedenfalls (auch) über die körperliche Herangehensweise mit Yoga, und der Versenkung in Meditation.

Der Weg zur „Erleuchtung“ ist ein gesamtheitlicher, was für den einen funktioniert, das kann für andere in einer Sackgasse enden.

Die Verknüpfung von Körper und Geist kommt immer deutlicher hervor, je mehr wir Yoga und Meditation üben. Wenn der Geist bei der Meditation zur Ruhe kommt, dann kann der komplette Mensch endlich bei seinem „Selbst“ ankommen. Das finale Beruhigen des Gedankenpalastes ist die Ausschaltung der nicht wirklichen Zustände, alle Filter fallen ab, alle Erkenntnisse werden unwichtig, alles, was wir denken zu wissen, all das wird still.

Das Ego und seine nutzlosen Gedanken müssen zum Schweigen gebracht werden, die Leere kann sich unendlich ausdehnen, was wir wahrnehmen, also als wahr annehmen, das ist meist eben nicht wahr. Sinnlose Emotionen folgen getrübten Wahrnehmungen, die Reise zum „Selbst“ befreit uns davon.

Wir verlassen damit die „subjektive“ Wirklichkeit, der Weg dahin ist das Ziel!

 

Vollkommenes Verstehen überschreitet die Dualität

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern

Sophia Loren – Italienische Filmschauspielerin – geboren 1934

Wer mit sich selbst in Frieden leben will, muss sich so akzeptieren, wie er ist

Selma Lagerlöf – Schwedische Schriftstellerin – 1858 bis 1940

Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht

Joachim Ringelnatz – Deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler – 1883 bis 1934

Lass dich nicht gehen, geh selbst!

Magda Bentrup

Sei eine erstklassige Ausgabe deiner selbst, keine zweitklassige von jemand anderem

Judy Garland – US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin – 1922 bis 1969

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