Welches „Jetzt“ wäre Ihnen lieber?

Welches „Jetzt“ wäre Ihnen lieber?

Häufig hören wir, dass wir im JETZT und im HEUTE leben sollen.

Wenn wir die Klagen der Mitmenschen so hören, dann gefällt den meisten das JETZT und das  HEUTE aber gar nicht, man gewinnt den Eindruck, dass sich fast alle ein anderes „Jetzt“ wünschen würden.

Das Leben wird immer komplizierter, den Überblick über die Ereignisse zu behalten erscheint sehr schwer.

Die Erde rast mit abartiger Geschwindigkeit durch das Weltall, das Universum ist so unvorstellbar groß, die Dummheit der Menschheit ebenso.

Wir können mit unserem Intellekt die Dinge nicht fassen, niemals. Das „Jetzt“ und das „Hier“ sind unbegreiflich, Kaskaden von Energien, die jedem Verstand überlegen sind.

Hier helfen auch keine Klagen, die Welt dreht sich weiter, egal wie ungerecht wir doch behandelt wurden, das „Jetzt“ müssen wir akzeptieren, egal ob es uns passt, oder eben nicht.

Und wie furchtbar wäre doch die Welt, wenn sich jeder Mensch sein eigenes „Jetzt“ zusammen basteln dürfte, wenn jeder König werden wollte, alles nur noch Häuptlinge wäre, keine Indianer mehr existierten?

Könnte es aber sein, dass wir das „jetzt“ beeinflussen können, weil das „Jetzt“ eben nur eine Reflexion unserer Gedanken ist, wir de facto uns unsere Realität doch selbst machen?

Heute ist immer ein wirklich besonderer Tag. Eben weil jeder Tag besonders ist, auch wenn wir diesen Umstand nicht wirklich schätzen können (oder wollen).

Im „Jetzt“ der Vergangenheit nachtrauern, oder in eine (hypothetische) Zukunft abschweifen, was sollte das bringen?

Die Dummheiten der Menschheit werden immer heftiger, mentale Belastungsstörungen sind zur Normalität geworden, die Psychiatrie erlebt immer mehr Patienten, immer häufiger werden Medikamente und Tabletten gegen Depressionen aller Art verschrieben, Drogen und Alkohol sprechen all die Menschen an, denen es im „Jetzt“ nicht gefällt, die auch nicht „Hier“ sein wollen.

Solange Worte wie „Nächstenliebe“ und „Menschlichkeit“ nur leere Hülsen bleiben, solange wird die Flucht aus der Realität (die es nach Buddha eh nicht gibt, jedenfalls nicht so, wie man sich das gemeinhin vorstellt) der anzustrebende Zustand bleiben, mit allen Mitteln und Hilfsmitteln wird an der Illusion gebastelt.

Welches „Jetzt“ wäre allen denen eigentlich lieber, die sich täglich wegdröhnen, mit Rauschmitteln in ein künstliches Nirvana schiessen?

Könnte es sein, dass das „Jetzt“ bereits das Nirvana ist? Und Bedürftige in die völlig falsche Richtung rennen?

Wer glaubt, dass es ein besseres „Jetzt“ gibt als es jetzt schon ist, der verkennt das Leben in diesem Universum.

Jedenfalls ist der Weg das Ziel!

 

Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. Wenn du wissen willst, wer du sein wirst, dann schau, was du tust

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Wenn du dich jemals in einer Notsituation auf Leben und Tod befunden hast, wirst du wissen, dass es da kein Problem gab. Der Verstand hatte keine Zeit, mit der Situation herumzuspielen und ein Problem daraus zu machen. In einer wirklichen Notlage hält der Verstand an – du wirst vollkommen gegenwärtig im Jetzt und eine unendlich viel größere Kraft übernimmt die Führung. Deshalb gibt es so viele Berichte von ganz normalen Leuten, die plötzlich unglaublich mutig handeln konnten

Eckhart Tolle – Deutsch-kanadischer spiritueller Autor – geboren 1948

Ich glaube daran, heute zu leben. Nicht gestern und nicht morgen

Loretta Young – US-amerikanische Schauspielerin – 1913 bis 2000

Wenn der Geist völlig still ist, sowohl auf der oberflächlichen als auch auf der tiefen Ebene; das Unbekannte, das Unmessbare kann sich offenbaren

Jiddu Krishnamurti – Spiritueller Lehrer indisch-brahmanischer Herkunft – 1895 bis 1986

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden

Mark Twain – Amerikanischer Schriftsteller – 1835 bis 191o

Es gibt kein Erreichen des Selbst. Wenn das Selbst erreichbar wäre, würde das bedeuten, dass das Selbst nicht hier und jetzt ist, dass man es erst erreichen muss. Was man neu bekommt, wird man auch verlieren. Es wird also nicht von Dauer sein. Was nicht von Dauer ist, ist nicht wert, dass man danach eifert. Ich sage also: Das Selbst kann nicht erreicht werden. Du bist das Selbst, du bist bereits DAS

Ramana Maharshi – Indischer Guru – 1879 bis 1950

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