Warum tue ich, was ich tue?

Warum tue ich, was ich tue?

Haben Sie sich morgens schon einmal gefragt, warum Sie eigentlich aufstehen? Warum Sie zur Arbeit gehen? Warum Sie so gerne Spaghetti essen, oder warum Sie so gerne spazieren gehen? Warum Sie Interesse am Buddhismus haben?

Fragen über Fragen.

Warum tun wir manche Dinge, während wir andere überhaupt nicht beachten?

Und weiterhin, was machen wir, weil wir es gerne tun, was, weil wir müssen, was, um die Erwartungshaltung unseres Umfelds zu befriedigen? Was, weil es uns ein echtes Bedürfnis ist? Was, weil es richtig und wichtig ist? Kurz gesagt, was tun wir aus welchen Motiven heraus?

Können Sie auf diese Fragen jetzt Antworten geben?

Am Anfang sollten wir uns über unsere Handlungen einmal richtig klar werden, was tun wir, und warum.

Welche Tätigkeiten sind wirklich wichtig, welche sind angelernt, welche der Gesellschaft geschuldet, welche machen wir, weil wir echte Freude dabei empfinden?

Auf dem Weg zur „Erleuchtung“ müssen wir die Dinge achtsam angehen, also auch unsere Intentionen hinterfragen. Und dann weiterhin auch einmal andere Dinge tun, nicht immer die selben Verhaltensmuster verwenden, jedenfalls versuchen etwas Abwechslung zuzulassen.

Wenn wir uns selbst besser kennen lernen können, dann sollten wir diese Chance nutzen, die Dinge, die uns gar nicht in den Sinn kommen würden, die machen vielleicht Spaß und sind befriedigend.

Klar ist es viel einfacher im Restaurant immer das Gleiche zu bestellen, aber dabei entgeht uns viel, das Bessere ist des Guten Feind.

Die Frage ist doch, was uns glücklich macht, wie wir mehr Zufriedenheit erreichen können? Hier kann die Lehre Buddhas uns sehr helfen. Nach dem großen Lehrer haben wir unser Karma, was passieren soll, das wird passieren. Also wenn wir mit unserer Einstellung experimentieren sollen, dann wird es auch so kommen. Wollen wir das?

Wer zu seinem wahren Ich finden will, der sollte sich schon einmal fragen, warum er dies oder jenes tut, aber dafür anderes nicht einmal beachtet.

Könnten hier Prägungen aus vorherigen Leben eine Rolle spielen? Haben wir doch schon früher „gelebt“? Wie läßt es sich erklären, dass verschiedene Dinge mich förmlich anziehen, während andere mich total abstossen?

Wer sich damit beschäftigen mag, der wird Vieles über sich selbst herausfinden. Die Unvollkommenheiten des Herzens hat ihre Ursachen, die Suche nach diesen Gründen kann sehr lohnend sein.

Also, warum tun Sie, was Sie tun? Werden Sie sich darüber Gedanken machen? Und weiter, sehen Sie den weglosen Weg vor sich, der Sie zum torlosen Tor bringen kann?

Jedenfalls ist der Weg das Ziel!

 

Wo Mangel ist, ist Lärm erzeugt, was voll ist, ist in sich gefaßt; halbleerem Kruge gleicht der Tor, dem tiefen See der kluge Mann

Buddha – Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit

Friedrich Schiller – Deutscher Dichter, Philosoph und Historiker – 1759 bis 1805

Meine Beziehung zum Tod ist die einer Seiltänzerin. Wie sie übe ich eine gefährliche Tätigkeit aus, muss im Voraus das Risiko berechnen, aber wie bei ihr siegt jedes Mal wieder der Wille zur Perfektion über die Angst

Ingrid Betancourt – Französisch-kolumbianische Politikerin – geboren 1961

Es gibt keine wahre Ruhe, als die durch Tätigkeit errungene Ruhe; auch gibt es keine echte Tätigkeit, als die durch Ruhe geweckte Tätigkeit

Nikolai Abramowitsch Putjatin – Russischer Fürst, Schriftsteller, Menschenfreund und Sonderling – 1749 bis 1830

Die Tätigkeit ist eine Folge verzweifelter Handlungen, welche erlauben, die Hoffnung zu bewahren

Georges Braque – Französischer Maler – 1882 bis 1963

Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich

Konfuzius – Chinesischer Philosoph – 551 bis 479 vor dem Jahr Null

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