Das Wollen

Wollen

Das Wollen

Unglaublich, was wir so alles wollen.

Wir wollen im Sommer kalte Luft, im Winter soll es aber gemütlich warm sein.

Das Wasser in der Dusche soll heiß sein, kalt will sich niemand waschen. An heißen Tagen erwarten wir uns Abkühlung, das Wasser soll erfrischen.

Hellhäutige Menschen kaufen sich gerne Selbstbräuner, Personen mit dunklem Teint greifen sehr häufig zu Whitening-Produkten.

Wer krank ist will gesund werden, wer ohne gesundheitliche Probleme ist will wiederum gänzlich andere Dinge.

Charakteristisch ist allen Menschen dabei das „Wollen„, die ständige Begierde, das Streben nach „besser“ und „mehr“.

„Mehr“ Geld, ein „besseres“ Leben, ein „tolle“ Frau, ein „besonderer“ Mann, gut „gelungene“ Kinder, das Wollen hört nicht auf, es dreht sich wie in einer Spirale weiter und weiter. Kaum ist ein Wunsch erfüllt, schon „wollen“ die Menschen etwas anderes.

Von Buddha wissen wir, dass er seinen Schülern empfahl, alles „Wollen“ und „Wünschen“ aufzugeben; nur wer das „Jetzt“ und das „Heute“ vollumfänglich akzeptiert, der kann nach dem großen Lehrer dann die „ERLEUCHTUNG“ finden.

Nach den Regeln der „Achtsamkeit“ sollten wir mit den Dingen und Menschen, die wir „um uns haben“, allerdings zufrieden sein. Diese sind uns vom Schicksal zugeteilt worden, es ist unser „Karma“ gerade „Jetzt“ und „Hier“ zu sein, das Drehbuch für unseren ganz persönlichen „Film“ steht bereits fest, wenig oder nichts können wir daran ändern.

Was wäre falsch daran einer „neue Bescheidenheit“ nachzustreben, die Dinge „positiv“ zu betrachten, achtsam und anständig durch das Leben zu gehen, es wenigstens zu versuchen?

NICHTS

Trotzdem alles schon geschrieben steht ist es doch so, dass viele Menschen sich noch gar keine Gedanken über diese Umstände gemacht haben, sie noch nicht einmal auf die Idee kamen, über ihr Leben und ihr „Ich“ wirklich nachzudenken.

Vielleicht fehlte auch der Antrieb, sich auf solche Ideen einzulassen, die Lehre Buddhas einmal genau zu betrachten. Viele hatten sicherlich auch noch nichts davon gehört, wußten auch nicht, was die Essenz der Worte des Lehrers genau sein könnte.

Buddha sprach davon, dass alles Leiden aus den unerfüllten und unerfüllbaren Wünschen stammt, die „Unerreichbarkeit“ unserer Ziele uns somit erst unglücklich macht.

Wenn wir gemeinsam mit einem geliebten Menschen den Mond betrachten, dann fühlen wir Glück. Schauen wir denselben Mond alleine und in schlechter Stimmung an, dann werden wir meist noch trauriger. Liegt das am Mond, oder kommt die Stimmung aus uns heraus?

Wahrscheinlich liegt es nicht am Mond, sondern doch nur an uns, die Stimmung kommt aus dem Inneren, wird bestimmt durch das Ego, sie ist abhängig vom „Wollen“ und „Wünschen“.

Was also wollen Sie, geschätzter Leser?

Und können Sie sich vorstellen, das „Wünschen“ und „Wollen“ einmal zu überprüfen? Woher stammt der momentane Wunsch, warum „will“ ich genau jetzt etwas?

 

Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter

– John Ruskin – Britischer Schriftsteller – 1819 bis 1900

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

– Zarko Petan – Slowenischer Schriftsteller – 1929 bis 2014

Und darein, woraus die Dinge entstehen, vergehen sie auch wieder, wie es bestimmt ist

– Antiphon – Griechischer Philosoph – 5. Jahrhundert v. Chr.

Ohne Leiden bildet sich kein Charakter

– Ernst Freiherr von Feuchtersleben – Österreichischer Lyriker – 1806 bis 1849

 

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