Ist das Leben nur ein Traum?

Traum

Ist das Leben nur ein Traum?

Könnte es sein, dass das Leben nur ein Traum ist, und wir aus diesem Traum erwachen könnten?

Bedeutende buddhistische Texte deuten darauf hin, wichtige Chan-Meister weisen immer wieder auf die Surrealität unserer Gedanken hin.

Es stellt sich dabei die Frage: „wer bin ich“? „Ist dies mein Körper oder bin ich in meinem Körper“? „Und wenn es nur „mein Körper“ ist, wo bin dann ich“? 

Wirklich verstehen werden diese Fragen nur die Menschen, die „erwacht“ sind, denn sie kennen die Realität, nicht den Traum, den wir als Realität empfinden.

Das Leben ist wie eine „Sitcom“, eine Projektion des eigenen Geistes. Das Drehbuch und die Schauspieler stehen fest, Episode auf Episode wird abgedreht, Liebe, Hass, Gier, Verblendung sind die üblichen Zutaten einer guten „Fernsehshow“. Unser Leben steht geschrieben, wir können wenig oder nichts daran ändern.

Viele Dingen können wir geniessen (wie etwa Horrorfilme), weil wir wissen, dass sie nicht echt sind.

Mit Ängsten, Feindbildern und Sorgen geht es uns auch so, bis wir merken, dass auch diese unecht sind, dann endlich stehen wir „darüber“.

Unser Geist ist wie ein Projektor, wir versuchen etwas am Bild zu ändern weil uns der Film nicht gefällt, anstatt am Projektor nach zu justieren.

In meinem Traum bin ich „alles“, im Prinzip sehe ich nur mich selbst, in jeder Situation. Erst wenn ich aus dem Traum erwache, erfahre ich die Wirklichkeit.

Wann und wie weiß ich, dass ich nicht mehr am träumen bin? 

Wenn man im Augenblick lebt und nicht mehr in der eigenen Welt, wenn der Geist einen nicht mehr gefangen hält, wenn der Gedanke aus dem „Gedankenkarussel“ entlassen wird, Sorgen und Dinge, die uns unter Stress halten, von uns abfallen, dann bin ich in der Wirklichkeit angekommen, sehe endlich hinter die Kulissen.

Es gibt also keine Feinde ausserhalb von mir, was ich als Feindbild erfahre, ist die Projektion meines eigenen Geistes.

Wollen Sie einmal aus dem Traum erwachen?

Der historische Buddha ist erwacht, er erfuhr „Erleuchtung“. Sein Vorbild ist uns Inspiration. Er schaffte es hinter den Traum zu blicken, die Illusion seines eigenen „Ichs“ mit seinem verwunschenen Ego zu zerschlagen. Und damit wurde er für Millionen Menschen zum Idol.

Auch eine grosse Reise beginnt mit einem kleinen Schritt. 

Wollen wir losgehen?

 

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?

George Bernard Shaw – Irischer Dramatiker – 1856 bis 1950

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