Gegeifer und Gezänk fast überall

Gegeifer

Gegeifer und Gezänk fast überall

Gemotze und Gemaule, Unzufriedenheit wohin man blickt; Aggression und Hass prägen die neue Zeit.

Zuerst wird geschimpft, danach erst wird nachgedacht. Aus dem Bauch heraus wird gehandelt, jede Menge Feindseligkeit verschüttet, boshaft abgesondert vom geifernden Zeitgeist.

Um wie viel besser ist da das Leben eines Buddhisten!

Es fragt sich, warum zur Zeit die dunkle Seite wieder so starken Zulauf hat? Die Menschen wollen sich „an den Hals“, sie wünschen sich Streit förmlich herbei, sehnen Horror und Verderben geradezu als neue Realität herbei.

So lange schon haben wir grausame Filme betrachtet, in Videospielen finden tägliche Massaker statt, Weltuntergangsszenarien sind schon über lange Zeit das neue Leitbild unserer Gesellschaft. Und endlich, nach langem Warten, als Finale für die Generation „Horror-TV“, das Grauen erreicht nun auch die gefühlte Realität. So können wir unser Wissen aus Videospielen und Endzeit-Filmen im „wahren Leben“ anwenden. Und endlich alle möglichen, neuen Ängste pflegen.

Alles dies sind aber nur Substitute für uns, sie sollen der endlosen Langeweile unserer Existenz ein Ventil bieten, von der Suche nach dem eigenen „Ich“ ablenken.

Es wäre auch zu schwer; sich der eigenen Person zu stellen ist schließlich sehr schmerzlich.

Die Philosophie Buddhas dagegen ist völlig anders. In keinem Glaubenskonstrukt wird die Verantwortung an den jeweiligen Menschen rücküberantwortet, nur im Buddhismus ist das so.

Bei den spirituellen „Mitbewerbern“ heißt es, dass man einem „Vordenker“ folgen soll, auch an eine höhere Macht glauben muss.

Im Buddhismus ist es genau nicht so. Nur aus dem eigenen „Ich“ kann letzendlich die Erleuchtung resultieren; Buddha war und ist kein Gott, ihn anzubeten ist nutzlos.

Warum zetern und schimpfen gerade so viele Menschen?

Ganz einfach: die momentane Entwicklung der Welt verängstigt sie bis tief in ihr Inneres, sie haben ANGST.

Buddhisten haben weniger Ängste, sie glauben nicht, sie WISSEN.

Woher kommen die Ängste der Allgemeinheit?

Ängste entstehen aus Gefühlen, viele Menschen spüren, dass in ihrem Leben der wichtigste Teil fehlt, einfach auch zu kurz kommt. Das eigene „Ich“ findet bei so vielen Schicksalen schlicht und einfach gar nicht statt, kommt nicht vor, wird verdrängt, verschüttet, betäubt, oder besser noch ganz vergraben.

Nur ja nicht nachdenken ist die Devise der heutigen Zeit. Besser sich wegballern, flüchten; nur wohin? Keinen Plan, aber erstmal weg hier.

Etwas wirklich sehr Dummes daran ist, dass egal wohin wir gehen, wir immer noch „dabei“ sind, vor uns selbst können wir nicht weglaufen, nicht mit Alkohol, nicht mit Drogen, nicht mit Glaubenssätzen, es geht einfach nicht!

Also müssen wir uns bemühen, mit uns selbst auskommen, wir MÜSSEN mit dem eigenen „Ich“ endlich Frieden schließen!

Wer zetert und schreit, wer schimpft und hetzt, der ist kein ausgeglichener Mensch!

Als Buddhist soll man einfach nicht werten.

 

Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie

– Erich Kästner – Deutscher Schriftsteller – 1899 bis 1974

Eine gute Werbeanzeige muss das Produkt verkaufen, ohne die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu ziehen

– David Ogilvy – Britischer Werbetexter – 1911 bis 1999

 

 

 

 

 

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