Samstag, Mai 21, 2022

Der mittlere Weg

Häufig werde ich nach dem mittleren Weg gefragt. Es sei auch so schwer, diesen zu finden und zu beschreiten, sich in der Mitte dann auch zu halten.

Der mittlere Weg ist einfach zu finden, er liegt zwischen den Gegensätzen. Er ist nicht Zuneigung und auch nicht Abneigung, er ist eine nüchterne Geisteshaltung. Wer auf diesem Pfad sich bewegt, der sieht die Dinge so, wie sie sind, nicht wie er/sie sie haben will.

Wer dem Weg Buddhas folgen mag, der/die lässt die Dinge geschehen, sperrt sich nicht gegen Begebenheiten und Ereignisse, drückt sich nicht vor den vielen Menschen, die im Leben eine Rolle spielen können. Aber sie/er ist auch nicht abhängig von den Emotionen, die er/sie zu Dingen, Menschen und Begebenheiten entwickeln könnte, denn in der Mitte liegt die Lösung.

An den Rändern des Weges finden sich die Extreme, „Himmel-hoch-jauchzend“, oder „zu-Tode-betrübt“, die uns schnell „aus dem Tritt“ bringen, oder auch zu Fall.

Der mittlere Weg ist harmonisch, er fühlt sich gut und richtig an, sofort spürt man unter den Füßen das gesamte Universum, das Sein ist im Einklang mit der Umgebung, Achtsamkeit fällt plötzlich leicht, das Verletzen anderer Lebewesen ist unmöglich.

Jetzt will man nichts haben, braucht „es“ auch nicht, „man“ ist ohne Ängste und Nöte, weil „man“ um die Zusammenhänge „weiß“, der mittlere Weg tut einfach gut. Die Kämpfe im Gedankenpalast kommen zu einem Ende, die Anhaftungen werden schwächer, die Atmung kann in jeden Winkel des Körpers, weil wir auch an ihm nicht mehr haften. Wo der Weg uns hinführt, wer weiß das schon, wer will die Zukunft wirklich wissen, denn tief in unserem Inneren, da wissen wir sowieso schon alles, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft werden eins.

Der mittlere Weg bringt Friede, Ruhe und Klarheit, wer mit den Extremen lebt, der kann seine wahre Persönlichkeit nicht finden, da diese unter Scherben und Schutt verborgen bleiben wird. Wer glaubt, dass der „Tanz auf dem Vulkan“ der rechte Weg sei, der wird meine Texte eh nicht lesen, wer sich schon mal Gedanken macht, der ist wenigstens interessiert.

Der mittlere Weg kann auch in die Irre führen, an jeder Kreuzung können wir abbiegen, links, rechts, vor oder zurück, wir können uns auch genau hier niederlassen, vielleicht ein Haus bauen, Kinder großziehen. Immer wieder müssen wir uns fragen, ob wir „noch“ auf dem mittleren Weg sind.

Bleib in der Mitte, und sei frei. Denn der Weg ist das Ziel!

 

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So paradox es scheinen mag, es gibt einen Weg, den man zurücklegen kann und muß, aber es gibt keinen Reisenden. Handlungen werden ausgeführt, aber es gibt keinen Handelnden

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Böse ist der Zorn und böse ist die Feindschaft;
böse ist die Heuchelei und böse der Neid;
böse ist die Eifersucht und böse der Geiz;
böse ist der Trug und böse die Hinterlist;
böse ist die Stumpfheit und böse die Heftigkeit;
böse ist der Stolz und böse die Überhebung;
böse ist die Schlaffheit und böse die Trägheit.
Und zum Aufgeben aller dieser bösen Dinge
ist ein mittlerer Weg (zwischen dem allzu Bösen
und allzu Guten) da, der sehend und wissend macht

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Der Tod kommt unerwartet. Wie können wir mit ihm handeln? Der Weise nennt jemanden, der es versteht, Tag und Nacht in Achtsamkeit zu weilen, jemanden, der den besseren Weg kennt, allein zu leben

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Triffst du auf dem Weg nicht gleiche oder bessere Genossen, geh allein! Es nutzt sich niemand, der sich Toren angeschlossen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Ihr selbst müßt euch Mühe geben, die Erwachten weisen nur den Weg

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

 

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