Samstag, Mai 21, 2022

Ungerechtigkeit

Jeder von uns hat ein anderes Gerechtigkeitsgefühl, hält aus seiner Sicht die Dinge für gerechtfertigt, oder eben nicht.

So gab es 1961 das bahnbrechende Milgram-Experiment, in dem der Gehorsam gegenüber Autorität erforscht wurde. Hier zeigt sich nicht nur, dass Menschen sich von der sog. Obrigkeit maßgeblich beeinflussen lassen, sondern es kommt auch ans Licht, dass fast ein Jeder einen Jeden töten würde, wenn nur die Umstände passen.

Das Gerechtigkeitsgefühl variiert auch mit der Zeit, mit den Umständen, mit den Menschen im Umfeld, es ist niemals genau gleich.

Was ist in ihren Augen angemessen etwa für Mord, 5 Jahre oder 10, 15 oder 20 in Haft? Und wenn einer ihrer Lieben ermordet würde, wären Sie in so einem Fall für die Todesstrafe? Gleiches mit Gleichem vergelten, Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Wäre es ungerecht, wenn ein Mörder ungestraft davonkommen würde? Und was wäre, wenn das Karma ihn sowieso straft, dürfte man ihn dann noch dazu bestrafen?

Und überhaupt, kann man einen allgemein gültigen Strafenkatalog vorgeben, ist denn nicht jeder Fall anders? Immer waren es andere Umstände, die zur Tat führten, die doch nur schwer zu vergleichen sind.

Und wie leicht sind wir Menschen doch zu beeinflussen, selbst wenn wie im Milgram-Experiment die Dinge in direktem Widerspruch zur Gerechtigkeit stehen. Auch „gute“ Menschen können den Weg wechseln, aus nichtigen Gründen die „Seiten“ wechseln. Gut ist nicht immer gut, und schlecht nicht immer schlecht. Alles zu seiner Zeit.

Es gibt keine absolute Gerechtigkeit, immer wird es Ungerechtigkeiten geben, das Leben kann sich sehr hart anfühlen. Die Philosophie Buddhas gibt hier Inspiration und Anregung, wie es auch anders betrachtet werden könnte, nicht von der materiellen Seite, sondern spirituell, tiefgründig und belohnend.

Was also ist gerecht, was nicht, wer könnte alle Handlungen abschließend beurteilen, was wäre eine solche unveränderliche Instanz? Wir Menschen glauben, dass alles „gerecht“ zugehen müsste, aber niemals ist das Leben gerecht. Der eine Mensch stirbt jung, der andere wird hundert Jahre alt, manche kommen krank auf die Welt, oder behindert. Ist das etwa fair?

Jedenfalls brauchen wir uns auf die Menschlichkeit nicht zu viel einbilden, wie in besagtem Experiment ersichtlich sind wir alle nur wenig weiter entwickelt wie ein Tier, oder vielleicht auch viel brutaler wie nicht so „hochstehende“ Lebewesen.

Über das Milgram-Experiment sollten Sie einmal nachdenken, hier finden Sie ein Erklärvideo. Von hier bis zu Hexenverfolgungen ist es nicht sehr weit.

Der Weg ist das Ziel!

 

Hier den Beitrag als Podcast hören click

 

Alles Unrecht hat seinen Ursprung im Geist. Wenn der Geist verwandelt wird, wie kann dann Unrecht bleiben?

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Passivität ist dasselbe wie die Verteidigung von Ungerechtigkeit

Deepak Chopra – Indischer Autor von Büchern über Spiritualität, alternative Medizin und Ayurveda – geboren 1946

Ich denke, das einzige mal, dass Menschen über Ungerechtigkeit nachdenken, ist, wenn sie ihnen selbst widerfährt

Charles Bukowski – US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller – 1920 bis 1994

Sei niemals ein Zuschauer von Ungerechtigkeit oder Dummheit. Das Grab wird viel Zeit zum Schweigen geben

Christopher Hitchens – Britisch-US-amerikanischer Autor, Journalist und Literaturkritiker – 1949 bis 2011

Ich habe viel gelitten in meinem Leben, aber ich bin niemals von den Prinzipien abgekommen und ließ mich nicht von Ungerechtigkeit unterkriegen, auch, wenn ich dabei mein Leben riskierte

Kim Dae-jung – Südkoreanischer Präsident und Friedensnobelpreisträger – 1924 bis 2009

Haben Sie niemals Angst, Ihre Stimme für Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit und Mitgefühl gegen Ungerechtigkeit und Lüge und Gier zu erheben. Wenn Menschen auf der ganzen Welt dies tun würden, würde dies die Erde verändern

William Faulkner – US-amerikanischer Schriftsteller – 1897 bis 1962

 

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