Mittwoch, Juli 24, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusWiedergeburt im "Reinen Land"

Wiedergeburt im „Reinen Land“

Der Begriff der Wiedergeburt trägt in der Lehre des „Reinen Landes“ eine besondere Bedeutung. Dabei unterscheidet sich Wiedergeburt von Reinkarnation, obwohl beide Begriffe auf das Leben nach dem Tod hinweisen. Ein „Reines Land“ bezieht sich auf jegliches Buddha-Land, in dem Wesen mit Buddha-Eigenschaften leben. Im allgemeinen Sprachgebrauch verweist der Ausdruck „Reines Land“ speziell auf das Reine Land von Amitabha.

Amitabhas „Reines Land“ unterscheidet sich von den Paradiesen im Jenseits, die in anderen Religionen erwähnt werden, ganz eindeutig. Beim „Reinen Land“ handelt sich nicht um eine Welt der Freuden („Wolke Siebzehn“), sondern vielmehr um einen Übungsort für Buddhas, die das „Reine Land“ später „verlassen“, um in den verschiedenen Welten des Kosmos „auszustrahlen“, so dass sie, genauso wie alle anderen Buddhas, fühlende Wesen „befreien“ können.

„Bitte zeige mir ein Land ohne Leid und Kummer, in dem ich wiedergeboren werden kann. Ich möchte nicht in dieser verdorbenen und schlechten Welt leben, wo Höllen, hungriger Geister, Tiere und viele unheilvolle Wesen existieren“, so bat die Königin „Vaidehis“ den historischen Buddha in der Sutra der Kontemplation um Hilfe.

Weiterhin sagte die Königin zu Buddha: „Ich wünsche mir, dass ich keine falschen Worte mehr höre und keine schlechten Menschen mehr treffe, ich will die leidvolle Existenz hinter mir lassen. Nach ihrem eingeschränkten (menschlichen) Verständnis würde ein Ort ohne Kummer und Leid einer Art des Himmels gleichen.

An welchem Ort eine Wiedergeburt stattfinden würde, das entzog sich ihrer Vorstellung, zwar war sie eine Schülerin Buddhas, wußte einiges über die Theorie einer solchen „Wiederauferstehung“ in den sechs verschiedenen Reichen, sie wußte um den Kreislauf von Geburt, Krankheit und Tod. Deshalb bat sie den Buddha, ihr den Weg zu zeigen, um endlich ihre Vollkommenheit zu erlangen, die irdischen Fesseln abzustreifen.

Ein Ort der reinen karmischen Vollkommenheit stellt nach der Lehre des „Reinen Landes“ einen Ort dar, an dem die Buddhas verweilen, die die Erleuchtung erfahren haben. Hier lebt das erleuchtete Wesen dann frei, wird nicht mehr wieder geboren, kann auch nicht mehr sterben, Geburt, Alter und Tod sind nicht mehr existent. Auch gilt das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung hier nicht mehr, alle alten karmischen Verbindungen sind nun beendet. Das endgültige Nirvana kennt keine Schwierigkeiten, kein Leid, aber auch keine Liebe und keinen Hass, die Gründe des Leidens sind hier aufgelöst.

Jeder „normale“ Mensch stellt sich an dieser Stelle sicher die Frage, wie er/sie, als sündige Menschen hier die Wiedergeburt im „Reinen Land“ erreichen könnten. Wer so fragt, der ist von der christlichen „Schuld und Sühne-Vorstellung“ blockiert, denn welch schlechter Lehrer wäre Buddha gewesen, hätte er keine Lösungen für jeden Menschen bereit gehalten. Er nennt in diesem Gespräch in der Sutra der Kontemplation drei Wege, um in das „Reine Land“ zu gelangen.

Besonders wichtig stellt er das Aussprechen von „Namo Amituofo“ heraus, welches der „Suchende“ rezitieren soll, um „leicht“ die Wiedergeburt im „Reinen Land“ zu erreichen. 

Hier fragte er, ob es wohl auch allen Suchenden „klar“ sei, welche Wichtigkeit das Erreichen des „Reinen Landes“ überhaupt habe, da ja dann die Leiden der irdischen Welt überwunden seien. Hier würde eine andere Form des Geistes entwickelt, der eben frei von Beschwernissen sich erleuchtet verhalten wird.

Jedes fühlende Wesen kann durch die exklusive Rezitation von „Namo Amituofo“ eine gesicherte Wiedergeburt im „Reinen Land“ erreichen und im Zustand höchster Freude verweilen, ähnlich wie Buddha.

Das ist die ultimative Erleuchtung und die ultimative Befreiung nach der buddhistischen Lehre.

Im Sutra der Kontemplation wird ausgedrückt: „Der Geist der Buddhas ist tiefes Mitgefühl, denn er umarmt alle fühlenden Wesen mit bedingungsloser Güte und Freundlichkeit.“

Jetzt kommt Buddha zurück zum „Ist-Zustand“ der Königin: „Du bist ein Wesen, das noch nicht erleuchtet ist, daher sind Deine geistigen Kräfte begrenzt und Deine Sinne sind getrübt. Solange Du den sehenden Zustand nicht erworben hast, kannst Du auch nicht in die Ferne schauen, denn unsere weltlichen Augen sind fleischlich und haben schlechte Sicht. Wir können nur mit dem geistigen Auge die Dinge wirklich sehen, auch die, die weit entfernt sind.

Aber dann führte der Buddha noch aus: „Erleuchtete Wesen haben besondere Wege, die es ermöglichen, in diese Fernen zu sehen.“

Dies sind sehr wichtige Worte in seiner Lehre, denn so ist es Jedermann und Jederfrau möglich, das „Reine Land“ zu finden.

Und Du, geschätzter Leser, willst Du das „Reine Land“ wenigstens sehen? Der Weg ist das Ziel!

Das Nirvana ist der Zustand, in dem das Feuer des Verlangens und der Unwissenheit erloschen ist, und der Geist völlige Ruhe gefunden hat

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Nirvana ist der Zustand des vollkommenen inneren Friedens, der jenseits von Begierde und Leid existiert

Unbekannt

Nirvana ist der Gipfel der spirituellen Verwirklichung, wo alle Dualitäten aufgelöst werden

Unbekannt

Nirvana ist der Ort, an dem die Seele endlich nach Hause kommt und sich mit dem Universum vereint

Unbekannt

Nirvana ist das Ziel der spirituellen Suche, wo die Ego-Illusion endet und die Erleuchtung beginnt

Unbekannt

Nirvana ist die ultimative Befreiung von der endlosen Wiederkehr von Geburt und Tod

Unbekannt

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