Gut und Böse

Gut und Böse

Gut und Böse sind zuerst einmal nur Kategorien, die vom Gesetz, oder von uns selbst gesetzt wurden.

Diese Einteilung haben wir uns über die Jahre geschaffen, sie für uns und unsere Bedürfnisse gewählt. Was dem Einen als böse erscheint, das findet ein Anderer aber gut. Also gibt es einen objektiven Maßstab, an dem wir „gut“ und „böse“ bestimmen können?

Anhand unserer Einteilung („gut“ oder „böse“) hangeln wir uns durch das Leben, die Regeln erleichtern uns das Leben?

Ist das wirklich so?

In monotheistischen Religionen gibt es das Konzept von Schuld und Sühne, Gebote und Verbote geben den Anhängern klare und einfache Linien vor. Aus der Nichtbeachtung der Regeln folgt dabei ein „schlechtes Gewissen“, das die anerzogenen (und angelernten) Verhaltensformen manifestiert.

Im Buddhismus gibt es die vier edlen Wahrheiten und den achtfachen Pfad des Buddha, die ähnliche Verhaltenssätze darlegen. Allerdings ist das Konzept von Schuld und Sühne nicht mit einem Fegefeuer abgetan, sondern der Kreislauf der Wiedergeburten bringt durch das angesammelte Karma vielleicht erst im nächsten Leben die Konsequenzen mit sich.

Alle Glaubensrichtungen und Philosophien sehen eine Art der Buße für „böses“ Verhalten vor, ob nach dem Leben, oder im nächsten Leben, unsere Taten haben Konsequenzen, das Gesetz von Ursache und Wirkung bleibt nicht unbeachtet.

Wir sollten uns in einer ruhigen Minute einmal fragen, was wir (in diesem Leben) schon alles (bewußt) „falsch“ gemacht haben.

Wem sind wir Liebe schuldig geblieben?

Wen haben wir geschädigt?

Wo haben wir uns falsch verhalten?

Wann war unser „Herz“ und unser „Geist“ negativ gegenüber anderen Menschen?

Durch das Hinterfragen unserer begangenen Handlungen gewinnen wir das Vertrauen in das Unsichtbare in uns zurück, wir kommen mit uns selbst „ins Reine“, wir können uns dann selbst verzeihen.

Wenn wir der Meinung sind, dass wir „Schuld“ auf uns geladen haben, dann stellt sich die Frage, ob wir unser Karma verbessern können. Wenn wir den Entschluß fassen, mehr „gute“ Dinge zu tun, dann stand auch dies in unserem Karma geschrieben, wenn nicht, dann nicht!

Gut und Böse ist im Buddhismus nicht „in Stein gemeißelt“, beim Karma geht es um bewußte Handlungen. Allerdings handeln wir dabei eben entsprechend unserem Karma, d.h., dass wir in der Konsequenz die Ursachen möglicherweise in einem früheren Leben gesetzt haben, an das wir uns gar nicht mehr erinnern können, uns daher (in diesem Leben) auch gar keine Schuld trifft.

Überdenken Sie Ihre Wegmarkierungen, „gut“ ist nicht immer gut, und „böse“ nicht immer böse.

Der Weg ist das Ziel!

 

Lass nichts Böses in deinen Gedanken sein

Konfuzius – Chinesischer Philosoph – 551 bis 479 vor dem Jahr Null

An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu

William Shakespeare – Englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler – 1564 bis 1616

Das Schlimme ist, dass die Bösen die Guten für böse halten

Fred Ammon

Die Angst ist ein Netz, das uns der Böse überwirft, damit wir uns verstricken und zu Fall kommen. Wer Angst hat, ist schon gefallen

Dietrich Bonhoeffer – Lutherischer Theologe – 1906 bis 1945

Das Böse ist nichts als das Gute, gequält von seinem eigenen Hunger und Durst

Khalil Gibran – Libanesisch-US-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter – 1883 bis 1931

Böse Gedanken sind Krankheitsstifter, denn jeder Gedanke ist ein kleiner Hammerschlag auf dem Metall unseres Körpers und schlägt das heraus, was wir sein werden

Swami Vivekânanda – Hinduistischer Mönch, Swami und Gelehrter – 1863 bis 1902

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