Donnerstag, Juni 20, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusDie Samen der Vergangenheit, sind die Früchte der Zukunft -

Die Samen der Vergangenheit, sind die Früchte der Zukunft –

Ich möchte Euch heute die neuerliche Zuschrift meines Schülers „Benny“ zur Kenntnis bringen.

Lieber Rainer,

Du weißt ja, dass ich als Kind mit drei Jahren sehr krank war. Das liegt lange zurück, aber ich möchte dir trotzdem eine Geschichte erzählen, die mir während meiner Schulzeit bewusst geworden ist. Es kommt einfach darauf an, wie man die Dinge betrachtet.

Buddha sagte einmal: Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. Willst du wissen, wer du sein wirst, dann schaue, was du tust.

Ich trage immer ein Foto von mir im Alter von 3-4 Jahren bei mir. Es ist die einzige Erinnerung aus dieser Zeit. Ich war krank und musste viele Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte überstehen. Auf dem Foto habe ich keine Haare wegen der Chemotherapie und Bestrahlung und war oft müde.

Dieses Foto hat mir immer als Grundlage für meine sportliche Ehrgeiz und Lebensweise gedient, aber warum? Aus Angst.

Ich wollte das nie wieder erleben. Das Foto aus vergangenen Tagen hat mich angetrieben. Ich war, wie bereits erwähnt, blind vor Angst.

Allerdings ist mir dabei ein kleines, aber unglaublich wichtiges Detail entgangen: Ein kleiner Junge sitzt hier und jetzt und lacht. Bei näherem Hinsehen wird deutlich: Ich bin glücklich.

Siddhartha Gautama sagte einst: Verfolge nicht die Vergangenheit. Verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist vorbei. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben, wie es jetzt ist, ist ein wichtiger Moment, den wir aktiv gestalten können. Wir sollten uns heute bemühen und nicht auf morgen warten, denn dann könnte es zu spät sein.

Ein Beispiel für das Leben im Moment ist ein kleiner dreijähriger Junge, der glücklich und unbeschwert ist, ohne Sorgen über die Vergangenheit oder die Zukunft. Ein solches Leben können auch wir erreichen, wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Ein Beispiel für das Leben im Moment ist ein kleiner dreijähriger Junge, der glücklich und unbeschwert ist, ohne Sorgen über die Vergangenheit oder die Zukunft. Seitdem ich dieses Foto sah, betrachte ich es anders.

Buddha sagte: „Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft“.

Kinder sind immer im Hier und Jetzt. Sie leben den Moment ohne nach verpassten Chancen zu trauern oder in der Zukunft zu schwelgen.

Man hört oft Leute sagen: „Ach, wie schön war das Leben als Kind, so unbekümmert, ohne Sorgen und frei…“

Was hältst Du davon, es auch zu sein?

Buddha sagte einst: „Unser gesamtes Dasein gleicht Wolken im Herbst – Geburt und Tod von Wesen erscheinen wie ein Tanz.“ Ein Leben fließt vorbei wie ein Bach den Berg hinab.
Wir sollten den Moment genießen, denn es wird so kommen, wie es kommen muss und daran können wir nichts ändern.

Eines Tages bedankte ich mich bei Shaolin Rainer für seine Denkanstöße und seine bisherige Wegbegleitung. Er schrieb mir zurück: Freude und Verbesserungen sind vergänglich, was ist die Essenz?

Diese Frage brauchte ich kurz, um zu verstehen. Ich dachte an einen Podcast, in dem Shaolin Rainer über Vergänglichkeit sprach. Das war der Anstoß, warum ich meine Recherchen zum Buddhismus intensivierte und dabei hängenblieb. Alles passiert, wie es soll. Durch viele Texte, Meditation, gesunde Ernährung und Sport, lernte ich, meinen Geist besser zu kontrollieren. Ich kann mich freuen. Genau in diesem Moment. Jetzt.

Ich denke, die bekannte Zen-Weisheit (Chan) trifft es perfekt: Hier und jetzt. Wenn du darüber nachdenkst, verfehlst du es.

Durch den Austausch mit meinem Lehrer konnte ich auch meine Ernährung und mein Sportprogramm verbessern.

Beim Laufen ging ich alle meine Gedanken durch. Ich konnte stundenlang laufen und dabei meine Gedanken sortieren – was war geschehen, was musste noch erledigt werden, was stand bevor…

Doch bedeutet das bereits, dass ich einen freien Geist hatte? Beim Laufen konnte ich zwar entspannt und fokussiert denken, aber das allein reicht nicht aus. Ich denke nein.

Der Hauptgrund dafür liegt in meiner Ernährung, genauer gesagt im Zucker. Ich habe mich fast immer gesund ernährt, aber ab und zu habe ich ein Stück Schokolade oder ein paar Chips gegessen. Als ich den Zuckerkonsum reduzierte, verbesserten sich alle meine Vitalwerte.

Zucker macht süchtig. Daher ist uns bewusst, dass es bei Reduzierung des Zuckers zu richtigen Entzugserscheinungen kommen kann. Buddha sagte: „Der Geist ist die Wurzel allen Übels.“

Ich denke, dass unsere Ernährung unsere Gedanken benebelt. Seitdem ich den Konsum von Zucker reduziert habe, sind meine Gedanken klarer und nicht mehr von Wirrungen benebelt.

Habe ich nun Erleuchtung gefunden? Ist das meine eigene Erleuchtung?

Ich habe erkannt, dass ich im aktuellen Moment lebe, dass eine angemessene Ernährung Körper und Geist reinigt und dass ich freundlich zu allen Lebewesen sein sollte.

Der großer Lehrer sagte: „Ein Mensch, der wenig lernt, trottet wie ein Ochse durchs Leben; an Fleisch nimmt er zu, an Geist nicht.“

Ich habe die Erleuchtung noch nicht gefunden. Ich befinde mich auf dem richtigen Pfad, das ist sicher. Am Anfang? In der Mitte? Am Ende? Wer weiß das schon?

Ich bin im Hier und Jetzt. Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein

O mi to Fo

Ganz viele liebe Grüße

Dein Schüler Benny

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