Donnerstag, Juni 20, 2024
spot_img
StartChan (Zen) BuddhismusDarf man als Buddhist Yoga machen?

Darf man als Buddhist Yoga machen?

Darf man als Buddhist Yoga machen?

Der Zimmermann bearbeitet das Holz

Der Schütze krümmt den Bogen

Der Weise formt sich selbst

– Buddha –

Immer wieder höre ich Fragen wie etwa: „darf man als Buddhist dies oder das?“

Meine Antwort ist immer: Als Buddhist darf man alles!

Wenn man an das Karma glaubt, steht sowieso schon alles geschrieben.

Es steht geschrieben, ob ich morgen einen Unfall verursache, ob dabei ein Mensch verletzt wird. Alles steht geschrieben, egal wie wir uns bemühen, unser Schicksal kommt genau wie es kommen soll auf uns zu.

Die Lehrsätze Buddhas sagen uns wie wir uns grundsätzlich verhalten sollen, das ist unumstritten. Bin ich ein schlechter Buddhist, nur weil ich mich manchmal nicht daran halte? Oder weil ich mich bemühe, ernsthaft versuche, ein guter Mensch zu sein, aber manchmal daran scheitere?

Die Antwort ist NEIN!

Buddha hat gelehrt nicht zu beurteilen, nicht zu richten. Auch nicht über mich selbst.

In anderen Glaubenslehren gibt es Priester, die den Anhängern sagen was sie tun sollen. Meine Mutter sagt immer:

„das Konzept von Gott finde ich toll, nur stört mich sein Personal“.

Im Buddhismus geht es um das Streben nach „Erleuchtung“, nach der ganz individuellen Form der höchsten Erkenntnis. Diesen Zustand müssen wir alleine erreichen, ein Lehrer kann uns den Weg zeigen, gehen müssen wir ihn selbst.

Als Buddhist hat man ein gutes inneres Gefühl was man tun sollte, was man machen darf, kleine Rückschläge im Leben gehören dazu, bei der Reise hin zur Erleuchtung läuft nicht immer alles rund. 

Man sollte dann auch keine Schuld empfinden, nur es bei der nächsten Gelegenheit sollte man es besser machen, damit ist schon viel erreicht. 

Buddhismus ist nicht schuldbehaftet, der Weg zum Ziel ist die Reise, und bei dieser Reise geht es darum die Schönheit des Weges zu würdigen, nicht gleich Erfolg und Perfektion einzufordern. Und sich selbst nicht für Fehler zu hassen.

Wenn mein Körper Yoga machen möchte, dann gehört dieses Empfinden zu mir, ich muss diesem nachgehen um es zu spüren, zu erleben.

Ich mache jeden Tag fast eine Stunde Yoga, und ich empfinde unendliches Glück dabei.

So wie ich die Worte Buddhas verstanden habe, gibt es kein „Gut“ und kein „Schlecht“, keine „Form“ und keine „Leere“.

Also gibt es auch kein Yoga!

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
VERWANDTE ARTIKEL

Am beliebtesten

Meditation