5 goldenen Regeln im Buddhismus

5 goldenen Regeln im Buddhismus

oder: Fünf einfache Gebote für Chan (Zen)-Buddhisten

 

Wir wissen um das leidvolle Leben, um die tatsächlichen Ursachen des Leids.

Buddha hat gelehrt, dass das Leben aus Leiden besteht, jedenfalls solange, bis wir „Erleuchtung“ erfahren haben.

Die Hauptaussagen Buddhas sind die „vier edlen Wahrheiten“ und der „edle achtfache Pfad“ des Buddha.

Wie aber lassen sich diese Aussagen in das tägliche Leben integrieren?

 

1. Gebot: Ich schade anderen Wesen nicht

 

„Du sollst nicht töten“ ist uns als fünftes Gebot aus der Bibel wohlbekannt. Das buddhistische Gebot geht weit darüber hinaus, nach der Philosophie des großen Lehrers sollen wir andere Menschen auch nicht verletzen, weder physisch noch psychisch.

Viele Anhänger der Lehre erweitern dieses Gebot auch auf andere Lebewesen, denen wir keinen Schaden zufügen dürfen, und die wir daher auch nicht töten sollen. Aber wo ist hier die Grenze? Dürfen wir Pflanzen essen, nur weil diese keine Schmerzen „fühlen“? Dürfen wir Tiere essen, die wir nicht selbst getötet haben?

Hier hat Buddha selbst keine spezifischen Anweisungen hinterlassen, wir müssen selbst entscheiden, wo für uns persönlich diese Grenze liegt.

 

2. Gebot: Ich nehme nur das, was mir angeboten wird

 

Hier handelt es sich um die buddhistische Ausprägung des siebten Gebots der Bibel: „Du sollst nicht stehlen“.

Wir sollen also nichts wegnehmen, aber wir können höflich fragen, ob wir etwas haben können.

Allerdings sehe ich persönlich hierin auch das Gebot, bereitwillig mit den Anderen zu teilen.

Warum sollte man teilen?

Teilen bedeutet, die harte Arbeit, die wir für den Erwerb von Geld oder Gegenständen aufgewendet haben, freigiebig anderen „zur Verfügung zu stellen“, sie daran „teilhaben“ zu lassen.

 

3. Gebot: Ich missbrauche Sex nicht 

 

Sex ist das Natürlichste auf der Welt, es gibt keinen Grund, sich für die eigene Sexualität zu schämen. Solange Sexualität im gegenseitigen Einverständnis ausgeübt wird ist sie gut und wichtig.

Allerdings sollten wir Sex nicht „benutzen“, um etwas zu erreichen, etwa als Druckmittel, oder als Mittel zum Zweck.

 

4. Gebot: Rechtes Reden, wahr und aufrichtig

 

In der Bibel heißt das achte Gebot: „Du sollst nicht lügen“.

Lügen ist menschlich, und doch ist es ein Grund für viele Leiden, da damit die Gefühle der Mitmenschen verletzt werden können. Auch bauen viele kriminelle Handlungen auf Lügen auf (Enkeltrick),

Schon der deutsche Dichter Wilhelm Busch sagte: „Wer dir sagt, er hätte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn!“

Lügen ist menschlich – und doch ist es so schädlich.

Hier gilt es zu beachten, dass die Wahrheit subjektiv ist, was der Eine für wahr hält, ist für den Anderen falsch und unwahr.

Verbiegen Sie die Wahrheit nicht, manipulieren Sie nicht; besser Sie sagen nichts, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Üben Sie sich in der Kunst der Wahrheit und in der rechten Rede!

 

5. Gebot: Berauschende Mittel nicht missbrauchen

 

Egal ob Alkohol, Medikamente, Genussmittel oder Drogen, die Auswirkungen der Substanzen treffen nicht einen Jeden gleich. Manche Menschen vertragen unglaublich viel Alkoholika, andere sind nach einem Glas angeschlagen.

Meist folgt auf die Verwendung solcher Mittel aber eine Eintrübung der Sinne, die Grenzen werden verschwommen, Dinge werden getan, die „nüchtern“ niemals passiert wären.

Ein gutes Glas Wein zum Essen, das ist kein Missbrauch, einige Zigaretten die Woche noch keine Sucht. Zitternd vor Verlangen vor einem Schnapsladen zu stehen und zu warten, dass dieser öffnet, das ist selbst gewählter Untergang.

 

Ein Volk, das die Zehn Gebote nicht achtet, ist ein verlorenes Volk

Theodore Roosevelt – US Amerikanischer Politiker und 26. Präsident der USA – 1858 bis 1919

Wir werden, so weit die praktische Vernunft uns zu führen das Recht hat, Handlungen nicht darum für verbindlich halten, weil sie Gebote Gottes sind, sondern sie darum als göttliche Gebote ansehen, weil wir dazu innerlich verbindlich sind

Immanuel Kant – Deutscher Philosoph – 1724 bis 1804

Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern – nur mich selbst

Johannes XXIII – 261. Papst der katholischen Kirche – 1881 bis 1963

No Comments

Post A Comment

Wordpress Social Share Plugin powered by Ultimatelysocial