Übrig bleibt nur der Tee

Tee

Übrig bleibt nur der Tee

In einem wunderschönen Kloster lebte einst ein „erleuchteter“ Mönch, er war dem historischen Buddha gefolgt und ebenfalls „erwacht“. Seine Schüler liebten ihn, seine Weisheit war umfassend, seine Lehre inspirierend, seine Persönlichkeit war einzigartig in seinem Erdkreis.

Unter seinen Gefolgsleuten war ein junger Mann von gutem Aussehen, vorzüglicher Bildung, aus gutem Haus, der ebenfalls Mönch werden wollte, im Tempel lebte um von seinem Meister die höheren Weihen zu erfahren, sein Wunsch war, zu lernen.
 
Eines schönen Tages schickte der Mönch den Schüler in die Stadt um neuen Tee zu kaufen, der junge Mann machte sich auf den Weg. Am Markt angekommen traf er eine wunderschöne Frau, augenblicklich verliebten sich die Beiden ineinander.
 
Der Schüler ging noch einmal zurück in den Tempel, erklärte dem Meister seine Situation, der weiße Mann lächelte und ließ ihn ziehen.
 
Das junge Paar heiratete schnell, baute ein Haus am Fluss, bekam viele Kinder, das Leben war schön, die Ernte reichlich, die Fische aus dem Fluss verhalfen ihnen zu bescheidenem Wohlstand.
 
Doch eines Tages wurde ihr Land überschwemmt, das Dorf versank in den Fluten, immer höher stieg das Wasser, die Familie stieg aufs Dach, doch der Sturm wurde immer stärker, ganze Bäume schwammen auf dem Wasser, und einer brachte das Haus zum Einsturz. Erst verschwand ein Kind im Wasser, dann das andere, der Mann versuchte die Kinder zu halten, sie zu schützen, doch alles war vergeblich. Schließlich wurde auch seine Frau weggespült. Der Fluss, der sie solange ernährt hatte, nahm ihm in kurzer Zeit alle seine Lieben. Er konnte sich auf eine Anhöhe retten, verzweifelt und voller Trauer beklagte er den Tod in seiner Familie.
 
Da kam eine Figur aus den Schatten auf ihn zu, es war sein alter Meister.
 
Der fragte ihn: „Wo bleibt mein Tee, du warst so lange fort“?
 
Eine traurige Geschichte, aber auch voller Trost!
 
Nach einer Katastrophe gibt es nur einen möglichen Weg: „Die Rückkehr in das Leben“!
 
Ganz egal was passiert, wen wir verlieren, egal was passiert, die Erde dreht sich weiter. Nach Buddha ist das Haften, das Wollen, das Begehren die Ursache allen Leids.
 
Ich trinke besonders gerne chinesischen Wu Long Tee, wenn ich nachdenklich bin umso lieber.
 
 
Ein Mord mag verziehen werden, eine Unhöflichkeit beim Tee nie.

– aus China

Kellner, falls dies Kaffee ist, bringen sie mir Tee, falls dies aber Tee ist, bringen sie mir Kaffee.

– Abraham Lincoln – 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – 1809 bis 1865

Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen

T’ien Yiheng – Chinesischer Gelehrter – 1491 bis 1570

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