Fühlen und Denken

Fühlen und Denken

Was Sie fühlen ist genauso wichtig wie das, was Sie denken.

Viele fragen sich gerade jetzt: welcher ist der richtige Weg?

Oft gibt es einen innern Streit zwischen dem, was „man“ fühlt, und dem, was „man“ denkt. Was aber ist wichtiger, welchen Weg sollte „man“ wählen?

Fühlen, Denken, Handeln, wie hängen die Beweggründe zusammen, welche Sinneswahrnehmungen sind für unsere Handlungen verantwortlich, wie funktionieren unsere Sinne?

Zeitschriften und Ratgeberliteratur sind voller guter Tipps, wer hat noch nicht die passenden, klugen Worte gehört, wie z.B. „positiv denken“?

Aber was ist positives Denken, hat es einen Nutzen, oder ist es nur Schönfärberei?

Mit „positivem Denken“ soll das Unterbewusstsein angeregt werden, schöne Gedanken ergeben häufig angenehme Gefühle. Aber Gefühle sind wie Blätter im Wind, wenn die Windrichtung sich dreht, dann verändern sich Gefühle eben auch wieder sehr schnell. Unsere Gefühle sind durch unsere Filter geprägt, wie wir fühlen ist angelernt. Haben wir uns schon einmal an der heißen Herdplatte verbrannt? 

Was wir denken ist ebenfalls abhängig von den Filtern, die wir uns im Laufe des Lebens angewöhnt haben. Vegetarier mögen kein Fleisch, die Anhänger des Grillen mögen keine Vegetarier. So denken die einzelnen Menschen, abhängig von ihrer Prägung, ihrem Umfeld, ihrer Lebensweise.

Denken und fühlen läßt sich nur sehr schwer trennen, wir denken, das es sich hier um zwei unterschiedliche Einflüsse auf unser Bewusstsein handelt, aber in Wirklichkeit sind Gedanken und Gefühle eng miteinander verbunden, lassen sich nur sehr schwer unterscheiden.

Was also bringt uns das „positive Denken“, können wir damit wirklich etwas erreichen?

Wohl eher nicht, wir „fühlen“ uns etwas besser, aber wirklich ändern wird sich nichts. 

Was also können wir tun, damit wir den richtigen Weg für uns finden? Natürlich ist besser, eine positive Sicht auf das Leben zu bewahren, aber die Realität bleibt wie sie ist (nach Buddha sind die Dinge sowieso nicht real, nach ihm gibt es „Realitäten hinter der gefühlten Realität“). So hilft es z.B. nicht, sich den Virus „schönzureden“.

Nach dem Lehrer aller Lehrer wird es uns aber helfen, jenseits von Gefühlen und dem Denken nach der wahren Bestimmung zu streben. 

Hier hilft es, zuerst einmal ein „achtsames Bewusstsein“ zu entwickeln, um dann im weiteren Verlauf „hinter die Kulissen“ blicken zu können.

Gedanken und Gefühle sind nach Buddha ohne Wert, müssen von uns abgekoppelt werden; ein Anhaften an „oberflächliche“ Eskapaden unserer Scheinwelten sollte nicht unsere Betrachtung trüben.

Unser „Ich“ muss sich abkoppeln von Gedanken und Gefühlen, nach dem Lehrer aller Lehrer ist der Ursprung von jeglicher Unzufriedenheit die „gelebte“ Enttäuschung, wenn sich die Wünsche nicht erfüllen, die auf solchen unnötigen „Emotionen“ aufbauen. Das „Hier“ und das „Jetzt“ müssen frei werden von den Filtern, die wir uns im Leben angeeignet haben, erst dann können wir (vielleicht) zu unserer „Buddha-Natur“ vorstoßen.

Betrachten Sie Ihr Denken und Fühlen, wo kommen die Wünsche her, welche Defizite liegen ihnen zugrunde.

Der Weg ist das Ziel!

 

Denken ist das Denken des Denkens

James Joyce – Irischer Schriftsteller – 1882 bis 1941

Glück des Schriftstellers ist der Gedanke, der ganz Gefühl, ist das Gefühl, das ganz Gedanke zu werden vermag

Thomas Mann – Deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger – 1875 bis 1955

Liest man, was alle anderen auch lesen, kann man auch nur das denken, was alle anderen denken

Haruki Murakami Japanischer Autor – geboren 1939

Alle Extreme des Gefühls sind mit dem Wahnsinn im Bunde

Virginia Woolf – Britische Schriftstellerin – 1882 bis 1941

Was Sie denken, ist das, was Sie werden

Muhammad Ali – US-amerikanischer Boxer – 1942 bis 2016

Der Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls

Friedrich Nietzsche Deutscher Philosoph – 1844 bis 1900

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