Mittwoch, Juli 24, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusDer innere Zweifler Teil 2

Der innere Zweifler Teil 2

Hast Du schon den ersten Teil meines Themenschwerpunktes „der innere Zweifler“ gelesen?

Ohne deine Gedanken wäre jeder Moment so, wie er ist. Du wärst ganz einfach so, wie Du gerade bist. Immer komplett perfekt, oder etwa nicht?

Das wird immer so sein und ist immer so gewesen. Du bist die einzige Person, die entscheiden kann, ob Du zweifelst, oder nicht. Indem Du deinen bewertenden Gedanken über dich selbst glaubst, bist Du schon auf dem Holzweg.

Doch solange deine kritisierenden Gedanken etwas an Dir auszusetzen haben, fühlst Du dich unvollkommen. Aber Du bist nicht wirklich unvollkommen. Einzig und allein dein innerer Zweifler versucht, dir das einzureden.

Nimm diesen Zweifler nicht mehr so ernst. Du kannst niemals wissen, ob er Dir die Wahrheit sagt. Denn höchstwahrscheinlich sind es nicht deine eigenen Worte, die dort auf Dauerschleife abgespielt werden. Es sind die Worte deiner Eltern, Lehrer oder Freunde aus der Kindheit, die in deinem Gedankenpalast ablaufen.

Auch wenn wir unseren inneren Zweifler nur im Hier und Jetzt überwinden können, macht das Verständnis über seine Ursachen Sinn. Denn viele Menschen nehmen an, dass diese kritisierenden Gedanken ihre eigenen sind. Deshalb nehmen sie ihren inneren Kritiker besonders ernst.

Wenn Du erkennst, dass du in deiner Vergangenheit die Gedanken und Meinungen anderer unhinterfragt übernommen hast, fällt es dir leichter, sie loszulassen. Der Verstand ist ein Geschichtenerzähler.

„Wer wärst du ohne diesen Gedanken?“

Eine faszinierende Frage. Denn ohne all die mentalen Geschichten aus unserer Vergangenheit wären wir im Hier und Jetzt. Es wäre immer alles in Ordnung, so wie es gerade ist. Der nächste Moment, egal wie er sich entfaltet, wäre genauso in Ordnung. Wie würde dein Leben aussehen, wenn jeder Moment einfach sein dürfte, wie er ist?

Dein Leben wäre eine Abfolge von perfekten Momenten. Das würde man wohl als Glück bezeichnen. Jeder Widerstand würde verschwinden. In dieser Erkenntnis liegt die Befreiung vom inneren Zweifler. Denn er versucht uns einzureden, dass etwas falsch ist.

Der Eindruck, dass irgendetwas mit dir nicht stimmt, entsteht nur in deinen Gedanken.

„Da draußen“ gibt es kein Gut und kein Schlecht.

Es existiert nur, wenn du deinem inneren Zweifler glaubst, dass es existiert.

Der Buddhismus bietet einen Weg, um den inneren Kritiker zu beruhigen und Frieden mit ihm zu finden. Durch die buddhistische Praxis können wir lernen, unsere Gedanken und Bewertungen bewusster wahrzunehmen, ohne ihnen bedingungslos zu glauben.

Eine zentrale Lehre des Buddhismus ist die Erkenntnis der Vergänglichkeit und der Unbeständigkeit aller Phänomene, einschließlich unserer Gedanken. Indem wir dies erkennen, können wir Abstand von den negativen Bewertungen des inneren Kritikers nehmen und sie als vorübergehende mentale Ereignisse betrachten, die kommen und gehen.

Das Erlernen von Achtsamkeit und meditativer Praxis ermöglicht es uns, einen Raum des Gewahrseins zu schaffen, in dem wir unsere Gedanken und Bewertungen betrachten können, ohne uns mit ihnen zu identifizieren. Wir können erkennen, dass der innere Kritiker lediglich eine Stimme in unserem Geist ist und nicht unsere wahre Identität.

Darüber hinaus lehrt der Buddhismus Mitgefühl und Selbstmitgefühl. Indem wir uns selbst mitfühlend begegnen, erkennen wir, dass der innere Kritiker oft aus einer tiefen Unsicherheit und Angst heraus handelt. Wir können Mitgefühl für uns selbst und für den inneren Kritiker entwickeln und ihm liebevoll begegnen, anstatt uns von seinen kritischen Kommentaren beeinflussen zu lassen.

Durch diese Praktiken können wir eine friedlichere Beziehung zu unserem inneren Kritiker aufbauen. Wir können erkennen, dass wir nicht mit unseren negativen Gedanken und Bewertungen verschmelzen müssen, sondern die Wahl haben, sie als vorübergehende Phänomene zu betrachten. Indem wir den inneren Kritiker mit Achtsamkeit und Mitgefühl begegnen, können wir allmählich seine Macht über unser Wohlbefinden verringern und innere Ruhe und Akzeptanz kultivieren.

Der Weg ist das Ziel!

Du selbst, so sehr du dich auch als minderwertig betrachtest, du selbst, so sehr du auch an deinen Fähigkeiten zweifelst, du selbst, so sehr du dich auch als unvollkommen empfindest – in dir liegt das Potenzial zur Erleuchtung, das nur darauf wartet, entfaltet zu werden

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Zweifle nie an dir selbst. Du bist fähiger, als du denkst, mutiger, als du glaubst und stärker, als du scheinst

Marie Curie – Französische Physikerin polnischer Herkunft – 1867 bis 1934

Der größte Feind des Erfolgs ist der Selbstzweifel

Sylvia Plath – Amerikanische Schriftstellerin und Dichterin – 1932 bis 1963

Der einzige Grund, warum du Zweifel hast, ist, dass du zu sehr an deinen Gedanken zweifelst und nicht genug an deine Fähigkeiten glaubst

Shannon L. Alder – US-Authorin

Manchmal ist der größte Akt des Glaubens, an sich selbst zu glauben, wenn andere an dir zweifeln

Lauren Alaina – US-amerikanische Countrysängerin – geboren 1994

Die größte Selbstsabotage ist der Selbstzweifel

Gary Vaynerchuk – Amerikanischer Multiunternehmer – geboren 1975

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