Sonntag, Juli 21, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusUnter was wir alles leiden

Unter was wir alles leiden

Unter was Menschen alles leiden ist einfach unglaublich.

So mancher leidet, weil er/sie ohne Partner ist. Andere wiederum leiden, weil sie in einer unglücklichen Beziehung leben, oder gar befürchten den Partner an einen anderen zu verlieren.

Häufig entsteht Leiden, weil eine Beziehung „kinderlos“ bleibt, wieder andere leiden, weil sie Angst um ihre Kinder haben, oder das Verhältnis sich eben völlig anders wie gedacht entwickelt hat.

Wieder andere Menschen leiden, weil sie sich häßlich fühlen, die gut aussehenden Exemplare leiden, weil sie nur wegen der Schönheit begehrt werden, nicht wegen der Persönlichkeit.

Auch leiden viele Personen unter ihrer Armut, weil sie sich nichts leisten können, der Gegenpart leidet, weil alle Menschen sie nur als Geldsack betrachten und nicht mehr als Person.

Dicke Menschen leiden unter ihrer dicklichen Figur, andere wiederum unter Hunger

Der Obdachlose leidet darunter, dass er auf der Straße schlafen muss, der Villenbesitzer hat ständig Angst bestohlen zu werden.

Der Schüler ängstigt sich, dass er den Stoff nicht bewältigt, der Schulschwänzer lebt mit dem Gefühl im Nacken, dass die Eltern oder Lehrer ihn erwischen.

Immer gibt es etwas, unter dem wir leiden, ganz egal wie schön und toll die Situation für Aussenstehende aussehen mag, im Inneren gibt es immer Ängste, Sorgen und Befürchtungen

Was können wir tun? Wie können wir Ruhe und Frieden finden? 

Nach meiner Auffassung finden wir Halt und Struktur in den Worten des Lehrers aller Lehrer, der uns mahnte, nicht nur den schönen Schein zu sehen, sondern hinter die Worte, Handlungen und Begebenheiten zu blicken, damit wir die alles umfassende Antwort erleben können, das Erwachen erleben werden.

Ich für meinen Teil kann nur mit der Philosophie Buddhas etwas anfangen, die monotheistischen Religionen bieten mir keine Ansatzpunkte. Dass ein großer, unsichtbarer Mann im Himmel wohnen soll, der nachprüft was ich tue, der eine Liste mit 10 Punkten hinterlassen hat mit den Dingen, die ich nicht tun soll, das erscheint mir sehr weit hergeholt. Nur die Weltanschauung des indischen Prinzen bietet mir eine Möglichkeit, meine Situation so zu erkennen wie sie wirklich ist, somit mit dem Leiden auch aufzuhören, ein selbstbestimmtes Sein ohne (oder mit wenig) negativer Emotion zu leben.

Egal ob wir unter einer Sache leiden, oder auch nicht, nichts wird sich objektiv ändern. Nur uns, unserer Persönlichkeit, wird es anders gehen, denn abhängig davon wie wir eine Angelegenheit betrachten wird sich die Situation für uns verändern. Siehst Du alles schwarz, ist das Leben böse zu Dir, sind alle gegen Dich? Genau so gut könntest Du alles weiß sehen, das Leben ist dann gut zu Dir, und alle sind dann eben für Dich. 

Wie siehst Du das? Jedenfalls gilt: Der WEG ist das Ziel!

Allzeit späht der Mensch nach Zuflucht, sich in seiner Angst zu bergen

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in euren Herzen, die mir Angst macht

Unbekannt – 

Laß von der Angst vor’m Tode, Lustanbeter! Er kommt zur Zeit, nicht früher und nicht später

Fariduddin Attar – Persischer Apotheker, Dichter, Lyriker, Mystiker und Heiliger – um 1136 bis etwa 1220

Die Angst des Menschen vor der Wirklichkeit ließ ihn drei Auswege finden: die Trunkenheit, die Liebe und die Arbeit.

Jules und Edmond de Goncourt – Französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker – Jules: 1830 bis 1870; Edmond: 1822 bis 1896

Je heiliger die Liebe, um so größer ist die Angst. Und je reicher der Trost, um so beständiger ist die Furcht

Mechthild von Magdeburg – Deutsche, christliche Mystikerin – um 1210 bis 1283

Begegnest du der Einsamkeit – hab‘ keine Angst! Sie ist eine kostbare Hilfe, mit sich selbst Freundschaft zu schließen

Aus Indien

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