Freitag, Juli 12, 2024
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StartChan (Zen) BuddhismusErinnerungen an das Leben

Erinnerungen an das Leben

Wenn wir aufwachen sind sie sofort wieder da, die liebgewordenen Probleme, denn diese Probleme sind zu Erinnerungen geworden.

Erinnerungen sind gekoppelt an Menschen, an Orte oder an Begebenheiten, die wir „aufgezeichnet“ haben, die der Vergangenheit entspringen, nicht dem JETZT und HIER. Wer nun gleich beim Wachwerden an seine Probleme denkt, der lebt in der Vergangenheit, nicht in der Gegenwart. Aus diesen Erinnerungen folgen dann Emotionen, die sich auf die Gegenwart ausdehnen, denn die Unzufriedenheit, die Sorgen und Nöte, die Trauer, all das ist sofort wieder präsent, gleich beim Aufstehen sind die Schmerzen des Lebens (Weltschmerz) wieder da. Der jetzige Zustand ist somit nicht aus dem JETZT geschaffen, sondern basiert ausschließlich auf dem was war.

Sie leben somit in der Vergangenheit, die Ihnen mehr und mehr „bekannt“ vorkommt, die zu Ihrer Gegenwart wird, und damit selbstverständlich die Zukunft (mit)-bestimmt.

So hat Ihre Vergangenheit natürlich mit Ihrem zukünftigen Schicksal zu tun, denn Sie können nicht „neu“ denken, nicht im HIER und im JETZT die Emotionen erleben, sondern Sie durchleben immer wieder die Vergangenheit.

Daraus folgt, dass das Leben immer wieder ähnlich sein wird, weil immer wieder die selben Gedanken die selben Handlungen bestimmen. Ihr Verhalten ist von Ritualen bestimmt, wie wir aufstehen, was wir danach machen, Tee oder Kaffee, Anzug oder Jeans, wir haben unser Leben an die Erinnerungen gekoppelt. Duschen und Kaffee, der ständig gleiche Weg zur Arbeit, die immer gleichen Rituale reihen sich aneinander, dabei sind sogar die Gedanken meist gleich wie an jedem Tag, die selben Dinge fallen auf, die selben Gerüche sprechen uns an (oder stossen uns ab), die selben Begebenheiten rufen die selben Reaktionen hervor, Routine spielt sich ein, wird zu unserer inneren Software.

Ist es noch unser Wille etwas zu tun, oder ist es die (von uns geschaffene) Software, die jetzt gerade handelt? Haben Sie die Verantwortung für Ihr Handeln ausgelagert? Haben Sie sich freiwillig in Gefangenschaft begeben? Nach Buddha sollen wir eben keine vorgefassten Urteile (Vorurteile) haben, sondern die Dinge immer wieder neu betrachte, jedenfalls soweit das geht.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass ca. 90 % unserer Handlungen solcher (von uns selbst geschaffener) Software entspringt dann wird klar, warum jede Veränderung uns so schwer fällt. Die Verhaltensmuster sind angelernt, die Reaktionen entstammen diesen vorgefassten Urteilen, selbst die Emotionen sind nicht aus dem HIER und im JETZT. Wer sich verändern will, der „muss“ sich zuerst darüber klar werden, dass er in sich ebenfalls „Computerprogramme“ (Software oder Apps) trägt. Dann erst kann man der Sache auf den Grund gehen, Veränderung anstreben.

Der Weg ist das Ziel!

Denn seine Erinnerungen und Absichten sind überwunden

Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Erinnerungen sind Verkrüppelungen des Geistes

Netzfund

Gute Erinnerungen tragen unser Leben

Aus Japan

Einsame Menschen leiden fürchterlich an Erinnerungen

Friedrich Nietzsche – Deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller – 1844 bis 1900

Alle Träume sind vielleicht nur Erinnerungen!

Friedrich Hebbel – Deutscher Dramatiker und Lyriker – 1813 bis 1863

Ein Volk mit Erinnerungen macht weniger Fehler

Aus Griechenland

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