Chan (Zen) Buddhismus im Alltag

Wir sind hier, nur das zählt!

Wir leben im „Hier“ und im „Jetzt“, nur das darf zählen!

Genug ist genug, werden wir uns auch morgen noch sehen? Haben wir eine Entscheidung getroffen, die wir mit der Welt teilen können? 

Die Vergangenheit, was uns alles im Leben passiert ist.

Die Zukunft, wovor wir Ängste haben, was uns passieren wird?

Aber wirklich wichtig ist nur dieser Moment, was über uns ist, liegt auch unter uns! Dreimal springen wir zurück, vor wir einmal nach vorne gehen. Haben wir es geschafft? Wohl eher nicht!

Hab ich es Euch nicht gesagt? Habt Ihr an mir gezweifelt?

Aus dem Chan (Zen)-Buddhismus wissen wir, dass nur die Wahrheit uns wirklich weiter bringt, Lügen haben kurze Beine, die Rollen entfalten sich langsam. Wo war oben, wo liegt unten? Viel Glück, Sie werden es brauchen!

Wenn wir den richtigen Weg nehmen, dann „schaffen wir das“. 

Aber zur Zeit, da sind wir einfach auf dem Holzweg. 

Wir riskieren gerade unsere Leben, um im „Hier“ und im „Jetzt“ einfach zu bestehen, kluge Worte, mit Weisheit und Bildung vorgebracht, die würden dringend gebraucht. 

Tut etwas, einfach irgend etwas! Verharrt nicht unterwürfig in Demut, die modernen Zeiten haben viele Lügen, viel Gier, viel Hass, und endlose Verblendung. 

Der Weg Buddhas war der „Weg der Mitte“, wer übernimmt diesen Weg, Ängste benennend, aber nicht zu Tode erstarrend? Ist Gift erst einmal in einer Gemeinschaft, kann man nur noch wenig tun. 

Wo sind die Werte hin, die die Menschen einst stark gemacht haben, das Magische in uns, die Kraft, das Wissen und die Klugheit?

Das Herz des Drachens, das letzte Geschenk vor dem Abschied?

Der Schlüssel liegt klar vor uns, nur in der Ruhe liegt die Kraft.

Die gebrochenen Träume der nachfolgenden Generationen werden uns verfolgen, falsche Hysterie und unnötige Ängste werden als Entschuldigung nicht reichen.

Das „Hier“ und das „Jetzt“ sind morgen schon Geschichte; was macht uns nur so furchtsam?

Wenn der Weg das Ziel ist, dann steht für die Lehre Buddhas das Auslöschen aller Leiden, die Lösung von Anhaftungen, das Beenden der unzähligen Ängste. 

In vielen Häusern in Deutschland (und rund um die Welt) steht eine Statue Buddhas, sein Abbild hängt an Wänden, aber die Lehre des Lehrers aller Lehrer wird meist völlig ignoriert. Die Gesellschaft suhlt sich im Leiden, in Ängsten, in Sorgen. Buddhas Philosophie will Leiden, Ängste und Sorgen aber minimieren, nicht vergrößern.

Im „Hier“ und im „Jetzt“ liegt die Lösung aller Probleme, der Weg Buddhas war der „mittlere Weg“, das Herz eines Drachens mit einem klugen Gemüt, einem Schüler des Buddhas entsprechend.

Der Weg ist wie immer das Ziel, die Bäume, Häuser und Menschen, die an uns vorbei rauschen, die sind das „Hier“ und das „Jetzt“, das „Sein“ und das „Nicht-Sein“, die äußere Mitte im unteren Oben, endlos in seiner Kürze, beengt durch unendliche Weiten!

Wir sind hier, nur das zählt, im „Hier“ und im „Jetzt“, am Ende der Strasse, genau da wo sie beginnt, an einem Ort, wo Tag und Nacht zur Einheit verschwimmen.

Der Weg bestimmt sich durch das Ziel, durch die Richtung, in der wir gehen? Wohin werden wir uns richten? 

 

Über rauhe Pfade zu den Sternen

Seneca d.J. – Römischer Philosoph – 4 vor bis 65 nach dem Jahr Null

Und derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen

John Ronald Reuel Tolkien – Der Herr der Ringe – 1892. bis 1973

Mag ich gut sein oder böse, wandle weiter deinen Pfad! Denn am Ende erntet jeder, nur die Früchte seinen Tat

Hafes – Persischer Dichter – 1326 bis 1389

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